Zl6
kofcr und Zellweger vonr 22. Novemb. erhellet, daß vonden Discoursen zu St. Gallen kein einiges Exemplarvor Geld dcbitirt wurde. Hiernachst melden sie ihm:Könftig werden sie fremde Wörter noch sparsamer alsbisher brauchen, sollte es auch um keiner andern Ursachewillen geschehen, als unstudirten Lcuthen von beydenGeschlechtern die Lectur ihrer Blatter zu erleichtern. „ Die„ Baurcn z. E. (fahren sie fort) verdienen, daß man„ auch ihrer eine Rcchnug trage, da sie fast die einigeu„ sind, denen die Natur ihre Reden vertraut hat; wir„ wollen sagen, weil sie von den Ceremonien und den„ Erima^en der Societät am allerwenigsten angestecket, 3 sind. Was das Frauenzimmer betrifft, so haben wir„ viele Ursachen , sie zu mcnagiren, daß sie uns lesen.» Eine ist, weil sie die Schlüssel zu der Männer Her--
zen haben^ welche wir durch sie hiemit auch gewinn„ neu können, u. s. f. Ihnen zu gefallen wird also der„ zweyte Theil unsers Werks fließender und scherzreicher» werden als der erste, der zu systematisch ist ; und wir„ haben in dieser Absicht Discourse gemacht, die fähig„ sind, jedcrman, jedoch mit Vernunft, lachen zu maf„ chen. Doch wir haben Unrecht, Euch dieses zu sagen:
H ne saut jamais dire aux gtns :
Ecoutez un bon mot, oyez une tnervtiüe.
» Wenn wir sagen , daß wir das Frauenzimmer me,„ nagirn wollen , so versteht sich dieses übrigens nicht„ anders, als daß wir ihnen ihre Wahrheiten mit einem„ ironischen, verdeckten und lachenden Scherze sagen,„ nicht aber verheelen wollen. Don dieser Art lroni-„ scher Flatterie war jene Stelle in der vellicatio» an,3 den Zuschauer. — Wenn Herr Zellweger den Tat-,3 ler wird gelesen haben , wird er uns rslatirn, wie er„ ihn finde, und ob er dem Späuteur gleich komme.