Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Nro. XXVI.

Nro. III. des zweiten Semesters von Altmann,aber von Lodmern namhaft vcrbeßert; ein wahres Mei-sterstück ferner Raillerie. Ein gewisser Amynras nimmtin einer fingierten Zuschrift an die Sittenmalcr den Sy-stemmacher Law gegen alle fönst auf ihm haftende schwereBeschuldigungen in solchen Schutz, daß er ihn vielmehrals einen grossen Sittenlehrer darstellt, der keine gerin-gere Absicht gehabt hätte, als: Den Mensch auf sichselbst zurückzuführen. Reichthum und Armuth seyenes, welche sonst vornehmlich den Menschen den Weg,zur Selbsterkenntniß zu gelangen, versperren. Und nuneben ihnen solchen wieder zu eröffnen, sey er auf denbekannten Einfall gerathen Reiche und Arme zu bereden,einmal ihre Nester mit einander zu wechseln. Dieses seyihm weit leichter gefallen, als man dem Anschein nachvermuthen sollte: Da nämlich die weit mehrcrn Adams-kinder geneigt seyn, das Gute, das sie wirklich besitzen,oder das sie sich selbst geben könnten, mit der Hoffnungeines ungewißen, aber namhaft grösser» zu vertauschen.Also hab' ihm bald jederman Glauben zugestellt. Ueberseiner trefflichen Erfindung vergiengen alle Ideen vonPeru; man glaubte Ophir sey entdeckt, und schalt aufHuet, daß er das Paradies nicht bey Misisippr gesetzt.Der Papst börste der Constitution nicht mehr gedenken,weil man lieber kaw als Ihrer Heiligkeit Audienz gab.Kein redlicher Priester war vorhanden, der weiter Meß ge-lesen hatte; man las lieber Billets: Der Teufel mußte dasFegfeuer ohne das räumen, weil man ihm die gefangenenSeelen mit Billets bezahlte. Sobald der Wechsel gesche-hen war, erfolgten auch die rührendsten Wirkungen;bey welchen jederman, der nur sehen wollte, die schön-ste Gelegenheit hatte, seinen Nachbar und siÄ selbst in

seiner