Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Nro. XXVII.

Nro. V. Des zweyten Semesters. Charackter derEkloge , der Elegie und der Ode aus Loileau ; vonLodmer in reimfreyen Versen nicht unfein übersetzt. Fon.tenelle Abhandlung über die erstgenannte Dichtart lobter ungcmcin, und zieht dafür gegen die Deutschen los,welche ihren Schäfern gerade den Charackter geben, dender Franzose am meisten verworfen; nämlich den, derein Gemisch von dem Stolz des Bürgers und zugleichder Grobheit des Bauern an sich tragt. Ein neuer tiivheimischer Poet laßt einen seiner Hirten zu Pferde sitzen,und aufdemWaldhorn blasen. Bei) einem andern wünschtdas gesammte Schäferchor ihrem Oberhirten an seinemHochzeitfest mehr Freuden in seinem Ehestand, als derWinter Schneeflocken und der Sommer Fliegen zeuge,u. s. f. — Die Elegie und Ode betreffend, werden Boi«leau'ö Vorschriften ebenfalls meist mit solchen Beyspiellen aus einheimischen Dichtern belegt, worinn gegenjene angestoßen wird. — Opitz, vesser, zum Theil auchBrockes, erhalten im Gegensatz mit den Vleukirchen,u. s. f. das gebührende Lob.

Nro. VI. Don Breilinger. was Meditiren sey?Vortheile deßelben über das Conversiren. Mittel sichsolches zu erl ichtern. Meditiren ist eine Convcrsationmit sich selbst; und folglich weit unabhängiger als diemit andern. So z. B. Wenn der Mcditirende wirklichnach der Wahrheit forscht, wird er eher zu derselbengelangen als der Eonversirende, weil er minder in Der-suchung geräth, sich zu Partheyen. Er kann sich nichtwohl für eine Meynung mehr intereßieren als für dieandre, weil diejenige allemal die seine ist, welche er beyder Untersuchung die bcgründteste findt. — Der eifrigMcditirende, wenn Ihr ihm einen Besuch geben wollt,wird die Freyheit nehmen f und sich bey Ellch entschuld