Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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digeil laßen : Er habe eine vornehme Person bey sich,mit welcher er sich sehr vertraulich über seine eigenstenAngelegenheiten besprachen mäße. — Indessen kennenwenige die ächten Vortheile dieser Sclbstbesprachung.Einige, welche von Natur vielleicht dazu aufgelegt wä-ren , wißcn nicht „ wo sie es anfangen, noch wo sie es„ lassen sollen,:; können nicht genug unterscheiden, wasihrer Beschauung würdig ist; gehen allzugeschwind voneinem Objecte zu dem andern, oft zu dem unähnlichstenüber; und folgen kurz ihrer Einbildungskraft ohne Wi-derstand. Aus eigner Erfahrung kann jeder wahrneh-men, daß oft die geringste Aehnlichkeit der Farbe oderder Größe, bisweilen eine bloße Gleichheit der Wörtermit denen zwey ganz verschiedene Gegenstände belegtwerden, unsre Gedanken aufs seltsamste an einanderhängt. Mittel dagegen, i.) „ Schuldige Hochachtungfür den unsterblichen Theil unsrer selbst,,. Diese wirduns nur die würdigsten Dinge zu Objekten unsrer Me-ditationen wählen lassen. 2.) Man bediene sich auchbey der S clbstersprachung vorzüglich der socratischen Ma-nier. 3.) Man lese gute Bücher mit Aufmerksamkeit;wehe in den Geist, die Absicht und die Methode ihrerVerfasser einzudringen, und beurtheile sie übrigens ge-rade nach den Regeln, die man sich selbst, bey seinemeigenen Nachdenken zu beobachten vorsetzt. Besondersaber löse man eben bisweilen eine uns etwa befremdendeStelle, »ach Sokrates Weise, in Fragen und Antwor-ten auf, so wird man nicht selten das klar und deutlichfinden, was man bisdahin für verworren und dunkel an-gesehn. *) Breitinger giebt eine Probe hievon, undwählt das Nro. XVIII. des ersten Semesters. AmEnd sagt er noch seinen Lesern ganz dürre : ,, Resolvi-» ret euch entweder unsere Oiscourse nicht mehr zu le-1r ) Ich denke: Bisweilen auch unzckehrt.