Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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daß sie um ihr Geld drey Monathe lang kein Brod ge-funden hatten. Ihre Herren kauften zu Straßburg aufCredit 6000. Mütte, die sie bald hernach mit der fran-zösischen Pension bezahlten, und daraufunter ihre Ange-hörige mit Verlust der Frachtkosten austheilten. Dieseletztere waren so groß , daß nur die verschiedenen Geleitund Zölle, welche Straßburg und die Herrschaften auf demWeg den Bernern „ zu Ehren „ schenkten, über 1000.rheinische Gülden betrugen.

Endlich wurde , damit ja keine Thorheit der Nationungestraft bleibe , durch ihre neuerliche Verhältniße mitdem Papst *), die Hierarchie seines Stuls tiefer alsbisher in das innerste der Cantvne eingeführt, und fest-gegründet. Es ist bekannt, daß die Schweizer früherund lebhafter als vielleicht kein anderes Volk ihre Frey-heit in Geistlichen Dingen gegen die Anmaaßungen vonRom behauPtet; die Diener des Altars als Untertha-nen der Gesetze, und Mitglieder des Gemeinen Wesensmit Nuzen u,nd Beschwerden, betrachtet; Kaufe in todteHände sowog als milde Stiftungen der Layen namhafteingeschränkt:; die Klöster einer gehörigen Schutzherrlich-keit, und die Zucht ihrer Einwohner der allgemeinenPolizey des Staats unterworfen haben. Sixtus der IV.bestätigte zwar in seinem Bündnis mit den Standenihre Freyheiten in allgemeinen Ausdrüken, und äuffnerte solche mit eigenen Gnaden ; man konnte zu Zürichund Bern , bald so gut als zu Rom selber, das Jubi-läum gewinnen. Aber durch seine Legaten, welche vondieser Zeit an ihren Sitz in ver Eydsgenoßschaft auf-schlugen, gewann dcr Pabst einen geheimen Einfluß aufalle Angelegenheiten der Nation. Auch kam damals dieganz neue Plage der Curtisanen unter uns. Durch einenvon diesen Gesellen ward der Retter von Murten , der*) 1479.