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herrliche Adrian von Bnbenbcrg, in seinem Grab beun-ruhigt. Da zu den Gesandtschaften an den Römische»Hof mehrentheils Geistliche gebraucht wurden , so ver-säumten diese lieber die Geschaffte ihrer Ständen, undkauften dafür Anwarthschafften auf Pfründen,. mit de-nen sie zu Haus einen Handel auf Mehrschatz trieben,der nachwärts die Kirchcntrennung nicht wenig beschleu-niget hat.
Don der übrigen religiösen Finsterniß des Zeitaltersdarf ich schweigen. Die Thorheiten eines ganzen Welt-theils gehören in die allgemeine Geschichte des Menschen-geschlechts. Ein einziges Beyspiel, auf unserm Bodengewachsen, hingegen, ist hieran seiner Stelle. GewißeRaupen fteßen im Canton Bern die Feldfrüchte an derWurzel ab. Der Stadtschreiber Thüring Frickard , da-mals der größte Rechtsgelehrte in der Schweiz, ein Ge-schichtschreiber von sallustischer Starke *), und in denAugen seines Zeitalters ein apostolischer Mcrnn, räthseinem Stand an, dieses Ungeziefer für das GeistlicheRecht zu berufen. Der Bischoff von Lansane williget ein,und der lleutpriester zu Bern legt dem Jnseckt auf offe-nem Kirchhof sein Monitorium so vor: »Du unvernünff-„ tig und unvollkommene Creatur , mit Namen Inger,» (denn deines Geschlechts ist nit gesyn in der Arch>- Noe;) du hast mit deinem Anhang großen Schaden» gethan auf dem Erbrich. Darum gebiet ich dir im»> Namen meines Gnädigen Herrn Bischoffs; auch in» Krafft des Derdicnsts unsers Erlösers Jesu Christi ,» und der Hochgelopten Drcyfaltigkeit, innert 6. Tagen
*) Der den Streit der Stadt Bern mit ihren Twingherrn beschrie-ben hat. (S. Jelvet. Bibl. III. Stück) Ich werde näch-stens im Schweitzcrschen Museo Varianten und Ansähe , zu die-sem' Frickardischen Aufsätze aus der Copic einer Handschrift ab-drucken lassen, die sich davon im Schloß Wildeck befinden soll.