Mit nackten Kindern auf dem Arm,
Nun heulend fort aus holden Hütten —
Mit Greisen die sie liebreich führen,
Mir kranken Brudern, tauben Müttern,Hin, in die Wohnung wilder Thieren;
I» ferner Wälder fmsiers Herz —
Am, ivankcnd zwischen Tod und Leben,
Bald in Verzweiflung, Furcht und Schmerz,Bald in der Hoffnung Schooß zu schweben.Hier nagt der bängsten Sorgen WurmAn den gefolterten Gemüthern;
Des Todes Bild, des Schreckens Sturm,Macht Eltern, Weib und Kinder zittern.
Es fürchtet schon der arme SohnNie seinen Vater nichr zu sehen;
Das Weib hört in Gedanken schonDen M»nn halbtvdt ums Sterben stehen:Ein Freund steht mit ErbitterungDem treusten Freund die Augen schließen;Ein Krenker in der Einbildung,
Des Bruders Blut noch rauchend fließen.Doch halt! Tvranncn denket doch ,
Daß Ihr in Schwciherthälcrn sengt ;
Der Lä:cr Hcldcnblut fließt nochIm Blut der Sohne unvermengt.
Bald saß der erste Schrecken nieder,
Wich dem Gefühl von Schaam und Reu ,Und Freoheitsstun erhob sich wiederUnd lebt in allen Seelen ne».—
Erweckt durch das Gefühl der Schwache,Gereist durch der Veizweifluug Sporn,Entfchlvßen sich zur strengen RacheDie Glarner, warm von edelm Zorn;
Nun wagen ste's mir HeldemftuerDes bittern Todes selbst zu spotten,
And das Despoten - UngeheuerMl schweren Schlachtbert auszurotten.