Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

Eich Eitern , Weib und Kinder sammeln,Ihn heiß umarmen, fröhlich lärmen,

Und ftinen Ruhm, entzückt, nur stammeln.Noch seh' ich die erhitzten StirnenEin Strom von Rctterwoun' durchwalken;Nach hör' ich an der Berge FirnenDen Preiß des Schöpfers laut erschallen.Noch seh' ick durch die holden MattenDie Helden , ganz von Freude trunken,

2» die Erzählung ihrer Thatenlind ihrer Leiden tief versunken,

Zurück, ins Thal, heruntersteigen;

Um hier, dem reinsten Glück im Schroff,Sich eine Nachwelt zu erzeugen,

Begäbet mit dem gleichen Lvoß.

Menschen

Die schon seit drey JahrhundertenIn regem Wohlstand friedlich leben.

Auch heut *) den Sieg bewundertenDer ihnen solche Ruh gegeben.

Ihr aber, edle Schatten ! SeelenDer Helden, welche lange schonIm feuchten Schooß der Erd' vermodert!Wenn meiner Lcyer Töne fehlen,

Nehmt wenigstens den Trieb zum Lohn,

- Der jetzt in meinem Herzen lodert,

Da ich die dankerfüllte MengeBeglückter Enkel hier gesehn,

Auf Eurer Siegsstatt mit Gepränge,

O Helden ! Euer Fest begehn.

Und möcht' ich, Vater! bald nicht mehrDer einz'ge Eurer Söhne sey»,

Der es gewaget, Eurer Ehr'

Ein schwaches Lied des Lobs zu weihn !

#) Als am Fahrtage.