stet. Und eben dieses Wo und Was ihr Hertz gelüstet / istüberhaupt das Non plus ultra, und primum Mobile allesihres Thuns und Laßens , das ihnen tausend stille unddoch piquante Freuden gewährt; aber hinwieder sie auchzu tausend meist nur ihnen schädlichen Thorheiten, nie-mals zu Bcgchungs - wohl aber bisweilen zu Unterlas-sungssünden gegen andre verleitet; die ihnen darumciviliter niemand vorrüken kein, und deren Folgen siein ihrem nonchalenten Wohlbefinden unmöglich einsehenkönnen: Und das um so viel weniger, da sie eben da-rin ihr größtes Glück suchen und finden, es komme übri-gens heraus was immer will, nach einer unwandelba-ren Einträchtigkcrt, welche andre ihretwegen Monotonieschelten mögen, zu denken, zu reden, und zu handeln; sodaß keines uur nie daran zweifelt, daß , was das andrethut, laßt, räth, redet — besser raisonnirt, gerathen,eingerichtet, gethan, oder gemieden werden könnte. —Da fährt, wie wir oben schon ein Beyspiel gesehen, je-derman, und wenn es gleich Vater, oder Mutter, oderein Hcrtzcnsfreund wäre, unfein an, wenn er diesemtrauten Paar eine noch so wohlmeynliche Erinnerung odersanfte Warnung geben will. — Wandelt z. E. die Frauin der höchsten Schwangerschaft die Laune an, Schlit-ten zu fahren , oder will ein spitzbübischer Kunsthänd-ler dem Herr eine schlechte aber schwartze Copie für einentrefflichen Titian um ungeheuern Preis aufbürden, sowird im ersten Fall der Leibartzt des Hauses, und imandern ein Geßncr selber an taube Ohren dawider pre-digen; der vernarrte Mann, der sonst den Tissot oderMicheli consultirt, wenn sein Schatz nur einen schwe-
als ob ich nichts vem stillen geheimen Allmvsen halte ! Ich lägedieß nichts vergebens, da mir einst mit einem gewißen Scherftgen auf den Altar des Vaterlands gelegt, viel Aehnliheslustig genug begegnet ist.