Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Folgen haben, daß ihre Summe die Summe der Uebelübersteigt, welche man verhüten will. Daher ist der De-spot, der eine klcinfügige Unordnung oder UnsittlichkciLbey Todesstrafe verbietet, ein Tyrann.

Die Strafe, welche das wahre Wohl des Verbrechersnicht zugleich mit dem Wohl der Gesellschaft befördert,sondern jenes diesem aufopfert, erreicht nur einen Zweck,und hat also einen einfachen Nutzen. Wenn sie hinge-gen zugleich auf die Bedurfniße desselben Rücksicht nimmt,so ist ihr Nutzen gedoppelt. Eine Strafe ist desto nütz-licher, je geringer die Uebel sind, welche der Verbrecherleidet, und je wichtiger die wahren Vortheile, die sieihm bringt. Sie ist also desto weniger nützlich, je här-ter sie ist, wenn man aufs Wohl des Verbrechers sieht;und desto nützlicher, je mehr wahre Vortheile sie ihmbringt; je gelinder sie ist. Eine Strafe ist also so hart,als möglich , wenn der Schuldige durch sie aller Vor-theile, die er in der Gesellschaft genoß, beraubt, vonihr ausgestossen, oder für sie unbrauchbar, auchäusserlich so elend wird , als er es durch Menschenwerden kann. Von dieser äussersten Härte muß sich dieGesellschaft so sehr wie möglich zu entfernen suchen.Die Strafe ist so gelind, als möglich, wenn der Schul-dige durch eine nröglichst gütige Begegnung zu seinerBestimmung zurückgebracht, und von seinen unor-dentlichen Neigungen geheilt, noch ein nützliches Glidder menschlichen Gesellschaft wird; von ihr alle vor-theile einerndtet, und ihr alle Vortheile verschafft,diel er nach seinen besondern Grüften und Verhält-nissen von ihr geniessen, und ihr leisten kann. Die-ser Gclindigkeit muß sich die Gesellschaft so stark alsmöglich;u nähern suchen.

Es steht nicht in der Menschen Gewalt, alle Laster-haften, so die Gesellschaft beunruhiget hcuen, zu morar