Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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4*5

Kinder zweifle nicht. Gerne will ich alles für sie aufwen-den. Sey du nur ruhig und hoff' auf den Herrn. Erwird dich in seine Herrlichkeit hinüberzubringen, und ge-wiß auch für deine Frau und Kinder aufs Beßte zu sor-gen wissen. So lange du indessen noch in dieser Zeit-lichkeit wallest , so laß dir , ich bitte dich, mich und mei-nen Dienst, und die Kirche , zu deinem Gebete em-pfohlen seyn.

8 .

Lubricius war wieder alles Verhoffen wieder genesen.Er schrieb an Bullinger.

Ich ward nach Chur geschickt, drey Jahre lange dazu bleiben. Gerne will ich noch andre drey Jahre hierseyn, und, wenn's Gottes Wille ist , noch zehn , wennnur mein Dienst der Kirche ersprießlich ist ; und willdarin» treu und mit meinem kleinen Sold zufrieden seyn.Denn so hab ichs Gott in meiner letzten Krankheitgelobet.

9 -

Bullinger an Lubricius.

Jun. 1560.

Jederman hoffet von dem nüwen Herr von Cham dasBest. Am Sonntag war uff dem Hof ein Schanki, by1200. Mann , züchtig und frölich. Beyde Gesandtenvon Bern, so wegen der Saphoyschen Handlung bysind, und beyd myne lieben Herren Bürgermeistervon Zürjch warend by mir Abends zu Gast, undfiuhndens erst um 9. Uhr uff vom Maal; so frölichwarend sy.