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ii«
Fabrici us an Bullinger. *)
(5. Scpt. 1566.)
Mein kleiner Rudolph ist an der Pest gestorben. Mein«Ehewirthin Agathe liegt auf dem Todbett. Ich, meinVater! bin äußerst krank. Ich leide unerträgliche Schmerszen. Steigt die Entzündung ein weng höher, so istsauch um mich geschehn. Ich habe dem Herrn Christogedienet, vor dem ich nun bald erscheinen werde , Rcschenschaft abzulegen, wie ich mein Amt verwaltet. Ichlaße eine verdorbene Republik zurücke. Nihm du, dasbitte ich dich um Gottes willen, auch einen Theil derSorge für meine Kinder über dich : Denn ich habe nichtdas Meinige gesucht, sondern vielmehr aufgewendet, da-mit ich Niemand Anstoß geben mögte. Gott ist es ablein, auf dem meine Hofnung beruhet , dem ich michund alle meine Angelegenheiten anbefehle, u. s. f.
12.
tTtcol. Zur binden **) an Bullinger.
( 3. Nov. 1574.)
Ein Schauer fuhr mir durch den ganzen Leib, verrehrenswürdiger Vater! als ist) vernahm, von was füreiner grausamen Krankheit du angegriffen worden; unddas vornehmlich darum, weil ich voraus sehe, welchenBeschützer das Volk Gottes verliert, wenn es wegenKrankheit oder Todes deiner Hülfe entbehren muß.*) §>>nf Tage vor feinem Tode geschrieben. Er starb , gleich Weibund Sohn, an der Pest. All 39. Jahr.
**) Ehemals Sladrschreiber zu Bern ; ein treffliches Ingenium ,nnd dabey »in fehr bescheidner und frommer Mann, der zuletztalle Staatsqescha'ste aufgegeben, um sich ganz seiner LieblingsNeigung zu »en Wissenschaften z» widmen.