Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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jiges Diertelstündchen aufhalten sollte. Er wolle die Gna-de Und Sicherheit, die Gott andern, welche anders dach--tcttf in ihr Herz gelegt, nicht tadeln; er selbst aber,so lang er nicht anders überzeugt sey, wäre entschlos-sen, mit Geduld, ohne Widersprechen, alles auf sichzu nehmen, als ob es von Gottes Hand käme, wieman es über ihn erkennen werde; es treffe Amt , Frey-heit, Ehre, Gut, Leib und Blut.

Er schrieb in dieser Verfassung eine Untersuchuugseiner Lehrsätze mit der genauesten Erwägung der Gründe,die er dafür in der Schrift, in der Confessione Hel-vetica und den Libris Symbolicis fand; und diesemAufsatz gab er die Form eines Gebetes, in welchem erGott um Erleuchtung flehte, die Wahrheit, wenn sieihm entgehen möchte, zu erkennen. Sein Geist warauch mitten in dieser unangenehmen Situation so mun-ter und geschäftig, daß er seine Gedanken über die schwer-sten und dunkelsten Stellen des Evangeliums zusammen-schrieb, welche noch vorhanden und.

Zween Professoren in dem Gymnasio, Zeller, Theo-logus, und waser, Logicus, hatten die Zuversicht zuihren orthodoxen Einsichten, daß sie sich versprachen, ihnin das Gleis zurückzubringen. Sie besuchten ihn infeinem Gefängnisse, und besprachen sich mit ihm überdas Anstößige. Es dünkete sie und ihn , daß man mehrin dem Ausdrucke als in dem'Sinn von einander ab-gieng. Der Rath befahl ihnen, seine Lehrsätze, wie er sieitzt bestimmte, zu Papeir zu bringen, und von ihm un-terschreiben zu lassen. Dieses thaten sie mit solcher Kunsides Ausdruckes, daß er kein Bedenken hatte, die Ar-tickel, deren Xlll. waren , zu unterzeichnen, und mit sei-nem Petschaft zu versiegeln. Dieß de n 10. Septemb. 1660.

Die HH. Rathe waren damit zufrieden, und ver-wandelten sein Gefängniß in einen Hausarrest: Hier soll-