Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

Nachtlager genommen. Die Frau Obervögtin raurte esZinken, der gut fand, folgenden Morgen in aller früheaufzubrechen, und den Rückweg zu nehmen. Er nollte,sagte er, den Herrn von Zürich einen Handel ersparen,wie des abgefallenen Peter Capcllers war, dessen Kindersie bey nächtlicher Zeit von Frauenfeld hatten wegnchmenlassen. Eben denselben Tag war dieser Handel mi: denCantons in Frauenfeld zu Ende gebracht worden.

Zink schrieb gleich nach seiner Enkweichung a» denRath, daß er sein Her; nicht geändert habe, fordernbey seinen oft gethanen Protcstationen, Erklärunger undder Unterschrift der XIII. Punkte beständig verbleibe.Weiter schickte er ihm eine ausführliche Deduktion seinerGesinnungen und seiner Lehrsätze von jeher, historischund apologetisch. In dieser bezeigte er für seine Obrig-keit die tiefste Ehrfurcht, für seine Lehrmcynunger einegewissenhafte Ueberzeugung, für sein Betragen dic rein-sten Absichten. Er gab allemal und in allen Briesn anseine Gönner zu verstehen, daß die Rathe waren binter-gangen und aufgehetzt worden ; und er schob die Verfol-gungen , die er erlitten hatte, auf die Geistlichen miteiniger Ausnahme. Er reclamirtc die Bücher, dic ihmwaren weggenommen worden; und weil man ihm sagte,sie wären meistens in den Händen des Clerus , schrieber an den Chorherr und Professor waser , an den An-tistes Ulrich , an Dr. Heidegger, mit vieler Angelegen-heit ; aber ohne Frucht.

In seiner Einsamkeit war seine angenehmste Beschäf-tigung mit chymischcn Experimenten. Wie schätzbar undbeynahe heilig ihm diese Wissenschaft gewesen, läßt sichaus einem Brief sehen, den er im Jahr 1667. an einen,den er Amicum in Candia nennte , und Ihre Excellenzbetitelt, geschrieben hat : „ Wer sich nähert seinem-- Gott , (sagt er), zu dem hält sich auch lieblicher die