Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Wilde? , daß sie ihm ihr Haus zu Möriken zu bewohnneu einräumte. Also verließ er Weiler für einen Ort,der ihn näher zu der Stadt Zürich brächte. Dann gabsie ihm ihre Söhne in die Information; er war bey ihr,und den benachbarten Geistlichen und Weltlichen, wohlgelitten , und empfieng von ihnen viel Ehre und Guttha-ten. Dennoch kam ihm nicht vom Herzen , daß er einVerjagter wäre. Er hielt seine Verbannung für eine ArtFluches ; und in dem Fluche seiner Landcsvater zu ster-ben machte ihm schwere, unruhige Gedanken.

Im Jahr 1674 . war der Bürgermeister Caspar Hirzelund der Fcldzeugmeister werdmüller auf einem Tag inArau ; Zink gieng zu ihnen, und flchete sie um Versöh-nung und Gnade, daß nur die Verbannung aufgehobenwürde. Er wollte darum nicht nach Zürich kommen,jemanden mit seiner Gegenwart zu ärgern ; die Begna-digung sollte nur eine christliche Versöhnung , nur einepolitische Gnade seyn, welche eine christliche Oberkeit an-gieng,und nicht die theologische Facultät: Er wüste wohl,daß diese die Versöhnung lieber in Neid begraben sähen,und lieber eigenmächtig handelten. — Diese beyde Herrenliessen es sich gefallen, daß er den Räthen eine Bittschrifteinschicken sollte. Aber die Räthe getrauten sich nicht,ohne Genehmhaltung der Geistlichen in seine Bitte zuwilligen; sie verlangten ein Gutachten von denselben.Was konnte dieses anders seyn, als ein Abschlag ? Zinklebte noch zwey Jahre, und starb im Julius 1676. unbe-gnadigt und unversöhnt, im siebenzehnten Jahr seinerFlucht. Er hatte eine starke Gesundheit bis in diesessieben und siebenzigste Jahr seines Lebens.