Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

Urtheil des Verfassers dieser Anekdotenüber den Handel.

Ich habe nickt gefunden, daß Zink seine Gedanken vonder Gratia universali Amyralden danke, der eben die-selben wenige Jahre zuvor zu Saumur gelehrt, und die-selbe Verfolgung dafür bestanden hatte; aber mit weitverschiedenem Ausgange. Amyrald wurde auf dem Na-tionalsynodus zu Alencon i6z/> gehört; und wiewol mananfänglich vom Absetzen redete, mit Ehre nach Hausgeschickt. Und der Synodus von Anjou erlaubte ihmsogar Spanheimen zu antworten, der III. Vol. de gra-tia universali geschrieben hatte. In den Jahren, dadeese Lehre von den Zürcherschen Geistlichen des Feuerswerth erkannt wurde, war sie die Meinung der größtenMänner der reformirtcn Kirche in Frankreich. Die Par-ticularisten mußten die Lehrer der allgemeinen Gnadcn-wahl für ihre Brüder und getreue Diener des Worteserkennen. Dieselbe Lehre, die zuerst für ein Ungeheuerangesehen war, ward itzt eine unschuldige Sache.

Ich finde nicht, daß Zink die Particularisten , oderdaß diese die Universalistcn zur Hölle verdammt haben.Ich wollte darum beyde fragen: Warum sie nicht stillegesessen, so bald sie gesehn, daß Parteyen entstanden,und der Hausfrieden gestört ward? Ich wollte Zinkenbesonders gefragt haben: Ob bey Amyralds und seinenSätzen keine Schwierigkeiten übrig geblieben seyen? Undgesetzt, der Universalismus habe einige Vortheile, und be-antworte einige Einwürfe richtiger — war das so vielwerth, daß er dafür alle die falschen Zulagen, alle dieungleichen Folgerungen, den Verdacht, den Haß, dieSchmähungen , die Libelle, verursacht und sich selbst zu-gezogen habe? Röm. IX. i8. 19. XI. zz.