Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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Ein Freund der grauen Vorzeit weil' ich gernAuf Blumenauen, die der Griechen LandSo voll enlblühten — Doch mir grauet nichtBey Fingal, nicht bey Herrmann im GefildDer Schlacht, wo donnernd Erst auf Erzt ertönt.Aus Freunden groß im Speere, wähl' ich heutDie Vater aus, die Sicherheit und Fried'

Den Enkeln wahrten, und der Freyheit Erb.

— Mit warmem Herzerguffe fep'r ich sie!

Ihr Geister meiner Ahnen! Auf! Entdeckt,

Ihr wolkumfloßne Helden! euch dem Sohn,

Der treugezogen grosse Thaten ehrt!

O! haucht das Feuer, haucht der Thaten Kraft,Die euch entflammten zu der Tugend Ruf,

Ihm ein, daß ungerührt beym hohen SangDeS Enkels abgewohntes Ohr nicht sey 1

Einst war, ihr Bruder: blut'ger Fehde» Zeit,Dir Zeit da heimisch man der Ruh nicht pflag,Da rohe Tapferkeit allein die PflichtUnd alle Bürgerrugenden umschloß —

Der Thaten Zeit, und auch des lauter» Ruhms!So war des Alters Geist; den leiser» TrittDer Weisheit übertäubte Waffenschall.

Doch wie der größte Schatz bey siechem LeibGenuß nicht währt, so mußt', daß, feffeüahm.Ihn, künftiger Genuß deck Lebens nichtVergeltet wär', Hewetien mit Blut —

Mit Blut aus allen Adern — sich die KraftErringen — Kraft zu seyn, und Menschenrechk.

Es dürstet oft nach Streit den Eber, oftDen Tiger nach des Lammes Blute — Ha!Verzehrt ist Lamm, gewürgt die Mutter auch!Ihn lüftet mehr als Beute wilder Kampf.

Ein frommer Liw, genekt vor seinem HanS,

Meist den Verwegne» m der Höhle weg,