Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
JPEG-Download
 

mmmmCmmmmm 827

des Herrn gehörigen Leibeigene. Tabularii fricffcn bie / dieMac durch briefliche Urkunde der Leibeigenschaft erlassenwaren , aber nichts desto weniger einem Kopfzins, oftdem Fall oder andern Diensten unterworfen blieben. Ser-vitores *) sind die, welche sollst Ministeriales oder Dienst-leute genennt wurden, welche gewisse Herrendienste umdie dafür zu Lehen tragende Güter schuldig waren, undhernach den niedern Adel ausmachten, dessen Schlösserunsre Lande beynahe bedeckt, und derer, so viel Ein-brach betrift, mir schon gedacht haben. Ihrer Pflicy«ten halber wurde» sie für keine freye Leuthe gehalten.

Bald nach dieser Vergabung wurde Hunfried KaiserHeinrichen UI. Kanzler in Italien **), und bey seinerKrönung zu Rom i. I. 1047. Erzbischof zu Ravenna.Aber er zerfiel mit seinem Vetter Pabst Leo IX. (einemGrafen von Essensheims-DaxburA) über die Angehördeeiniger Länder in Streit, welchen dieser mit dem Bannentscheiden wollte, den aber jener nicht viel achtete. DerKaiser nahm sich der Sache au, und versöhnte sie zuAugspurg i. I. io;8. wo sich der Pabst und der Erzbi-schof befanden, also daß letztrer das Genommene zurück-stellen und von dem Pabst die Absolution erbitte» sollte.Er unterwarf sich ungern, und setzte den H. Vater, alser mit spottenden Zügen von seinen Füssen aufstuhnd, insolche Entrüstung, daß er ausrüste: G wehe! dieserUnstliFc ist eod! Da denn Huklfried auf der Stelle soerkranket seyn soll, daß er vor seinem Tod kaumerlichnach Ravenna gebracht werden konnte. Es ist aber andem, daß der Ablaß an der Lichtmeß geschehen, und ererst den 22. Augstmonath gestorben; wie denn andre sag.ten, er sey vergiftet worden. Wenigstens hielt man in

Veter de Ministerial. p, 86. seqq.

**) Prodr. Chr. Gottrvicenfis. p. 274. j