in einem Buch , welches einer ganzen Nation, und einereydgenößischen Nation, ins Gedächtniß geprägt wird,diese Worte stehen : Daß die Meß eine vermaledeyteAbgötterey sey. *)
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Auf dem griechischen Catheder bleibt aber noch dieGittenlehre; ohne Zweifel die unchristliche, denn diechristliche ist dem theologischen Professor aufgetragen.Warum aber die philosophische Moral von der christlichentrennen, und die Grundsätze dieser Wissenschaft (wie dieder Physik) dem einten Lehrer, und die Entwickelungeneines Theils derselben einem andern überlassen. Mir istnicht unbekannt , daß die alten Theologen ihre Moralauf sehr unphilosophische Grundsätze stützen wollten;allein in unsern Zeiten sind die Quellen der Gittenlehreaufgedeckt, und die siegenden Beweggründe zur Tugend,welche die Religion anbietet, in einem so hellen Lichtedargestellt, daß die christliche und philosophische Moralunzertrennlich geworden sind. Auch konnten nur Gottes-gelehrte die philosophische Moral der christlichen entge-gensetzen. Aus ganz ähnlichen Grundsätzen konnte diephilosophische Physik von der Naturlehre ( welches auchbey uns geschehen ist) geschieden, und so die Grundsätzeoder Vordersätze von den Schlußsätzen getrennt werden.
Diese theologische Unphilosophie mag wohl ihren Ur-sprung in der Lehre über das Verdienst der guten Werkehaben , wo die.Gottesgelehrten , den Stoikern ähnlich,
*) In ebendemselben Buche steht beynahe auf der erste Seite:Ich bin von Natur geneigt, Gott und meine» Nächste»zu Haffe». Sind dieses die ersten Worte , welche einem fünf-jährigen Kinde die edelsten Wahrheiten , die Liebe znm oberstenWesen und zu seinen Nebcnmenschcn , begreiflich machen können?Und doch ist dieses Buch der einzige Religions -^Unterricht, dender halbe Theil der Nation genieffet!