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Vorwort.
die Forschungen fortzuführen, so wird er wohl in den Standgesetzt werden, ebensowohl über jenes ein auf archivalische Zeug-nisse gegründetes Urtheil fällen zu können.
Ueberschauen wir den Stand der Angelegenheiten beiWallensteins erstem Auftreten in der Mitte des Jahres 1625!Hatte im Jahr 1620 der Herzog von Bayern in Verbindungmit seinen Bundesgenossen Ferdinand erst das rebellische Oester-reich, sodann das bereits abtrünnige Böhmen siegreich bekämpft,hiemit in diesen Ländern dessen Hausmacht wieder begründet,so war es des kriegserfahrenen, unermüdlichen Tillys Verdienst,den Bestrebungen seiner und des katholischen Bundes Feindeim Reich mit Erfolg sich entgegenzustellen. Haben auch dieSiege bei Wimpfen, bei Höchst und bei Stadtloh dieselben nichtgänzlich darniederwerfen können, so sind sie doch jedesmal zer-trennt, geschwächt, in dem Lauf ihrer Entwürfe gehemmt wor-den. Diesen, zugleich des Jägerndorfers und Bethlen Gaborsstets von neuem hervorbrechenden Feindseligkeiten wäre Ferdi-nand, neben der oft mehr als zweideutigen Haltung der Tür-ken, mit seinem Erbtheil zerrütteter Finanzen, deßhalb unzu-länglicher Heeresmacht, nimmermehr gewachsen gewesen. Nurdie Anstrengungen der Liga haben Mansfeld, den Halberstädterund die übrigen Parteigänger des Pfälzers an der Vereini-gung mit jenen und an dem Vorhaben, die Erblande wiederzum Schauplatz des Krieges zu machen, gehindert.
Da kamen Dänemarks Rüstungen, die Bcsorgniß weckendeHaltung mehrerer Fürsten der sächsischen Kreise. Auch diesenhat Tillys bewährte KriegSerfahrenheit und umsichtige Regsam-keit, wiewohl mit wechselndem Glück, die Spitze geboten, bis