34
welche zu ihrem Schutz und Ehre zum alkerdien-lichsten find: die Erfüllung desselben ist keinVerdienst mehr vor Gott : Der Mensch er-kennet keinen anderen Gesetzgeber, als sein oft-lindes, und verderbtes Gewissen : Er istan die Ehrlichkeit nur durch solche Fessel ge-bunden, welche mit sehr leMer Mühe zerrissenwerden, wenn die Religion dieselbe nicht star-ker macht.
Die achte Ehrlichkeit bestehet m dem, daßman wider einen andern nichts begehe, was wienicht wollen, daß^uns von einem anderen wi-derfahre ; und diese schöne Regel ist auf die Lie-be gegen den Nebenmenschen gegründet (u).Herrschet diese Liebe in den Herzen aller Men-schen , so wird man auf dieser Erde nichts mehrvon Gewaltthätigkeiten, Räubercpen, Verleum-dungen, noch von anderen Lastern hören, wel-che die Quelle alles Unglückes, und aller Unord-nung in dem gesellschaftlichen Leben sind. Ichbekenne, daß die Vernunft, und die Natur dieMenschen zur Liebe und Gegenliebe emlade: alle
Schuf-
ts) liom. IZ. V. y.