r Kapitel, rylbftrtz. 17
ze und vollkommene Besißung eines Lebens, welches kein Endehat. In der Ewigkeit giebt es nichts voriges und nachkom-mendeS: es ist kein Unterschied des Vergangenen, Gegenwär-ligen, und Zukünftigen, sondern alles ist zugleich. In Liesen»Verstände nun ist Gott ewig , weil er also lebet, daß Nicht-aufeinander folget. Man findl in seinem Leben Nichts zerrgängliches : keine Zeit, in welcher er angefangen, keine, zuwelcher er sich erstrecket, kein Mittel, welches er vorbeygeht;sondern er hat das ganze Wesen und die Vollkommenheit desLebens zugleich. Und diese ist eine Eigenschaft, die Gott alleinzukömmt. ( 6 )
F. Wie ist dieses zu verstehen, daß Gott unermäßlich sey?
Ich nenne ihn unermäßlich, weil er überall ist, alleserfüllet, und durch kein Ziel weder der Oerter, noch der Zeile»eingeschränket wird. (Ü)
L. Wie mag man Gott unveränderlich nennen ?
A. Weil Gott keiner Abwechslung oder Veränderung färhigist. (l)
F. Es jaget aber die heilige Schrift, daß Gott sich erzür-net habe, selben eine Reue angekommen sey , er seine Werkeverändert habe: aus welchem allen eine Abwechslung oderVeränderung sich zu erkennen giebt.
A. Dergleichen nach unserm Verstände eingerichtete,undvon der eigcntlichenBedentung hergenommene Redensartenzeigen nur an, was Gott außer sich wirke, und wie er oft nurBeweise seiner Gerechtigkeit oder Barmherzigkeit gebe. Manmuß aber deßwegen nicht glauben, daß Gott verschiedene Ge-müthsneigungen an sich habe, wie man dieses bey den Ge-schöpfen sieht. Gott ist unveränderlich, saget der heilige An-gustinus, und dennoch verändert er alles: er liebet, und
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(6) 8. I'rstt. z8 in ^osn. n. Zv. läem in ?ksl. 9 ,
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VLI c. Zo. (I) Mslscd. Z , 6. ^scob. i, 17. 8.
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