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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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-Kapitel. g Absatz. 4r

L. Warum nennest du den Menschen ein vernünftiges Ge-schöpf?

A. Weil der Mensch einsieht, aussuchet, und erkennet,sowohl was er thun soll, als was er thut.

F. Wie sagest du, daß der Mensch nach dem Ebenbildeund Gleichniß Gottes erschaffen sey ?

A. Gott hat dieses selbst geoffenbaret in der heiligenSchrift. Man kann aber sagen, daß der Mensch nach demEbenbilds Gottes erschaffen sey, weil er einen Geist, Ver-stand , Willen, und eine Freyheit hat; welche Dinge allenandern Geschöpfen , ausgenommen den Engeln, nicht gege-ben worden: und hiemic hat er etwas von dem göttlichenWesen. Denn Gort ist ein Geist, und aus den göttlichen Voll-kommenheiten sind der Verstand, Willen, und die Freyheitnach unserer Denkungsarr die vortreflichsten. (6)

L. Warum hält man die Engel für vortreflicher als dieMenschen?

A. Weil die Engel was mehrereS haben von dem WesenGottes , und ihm mehr gleich sind. Denn sie sind ein laute-rer Geist; die Menschen aber sind aus einem Leibe und Geistezusammengefüget: weßwegen diese nicht ihrer völligen Natucnach, wie die Engel, sondern nur einem Theile nach, dasist, was die Seele betrift, Gott gleich sind.

L. Wann hat Gott den Menschen erschaffen 7

2t. Ich habe schon gesaget, (Im i Abs. dieses Kap.)daß Gott denselben erschaffen habe am sechsten Tage.

L. Wie hat Gott den Menschen erschaffen ?

A. Gorr der Herr, saget die heilige Schrift, (Genes.2, 7.) hat den Menschen gebildet aus dem Leimen derErde, und in dessen Angesicht den Athem des Lebens ein-

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