4r i Theil, i Abtheilung.
geblasen; und der Mensch ist eine lebendige Seele gewor-den. Unter diesem Athem muß man die vernünftige iZeeleverstehen , welche das Leben des menschlichen Leibes ist. (L)
F. Was ist die vernünftige Seele ?
A. Die vernünftige Seele ist ein unsterblicher Geist, webchen Gott erschaffen hat, daß er mit dem menschlichen Leibe !soll vereiniget werden, und ihm das Leben mittheilen. !
L. Wie wissen wir, daß die vernünftige Seele ein Geist,und unsterblich sey ?
A. Der Glauben und die Vernunft lehren uns dieses.
Und zwar der Glauben ; weil dieses sowohl die ganze hei-lige Schrift, als der Zusammenhang aller Glaubenslehrendeutlich beweisen. Wenn die Seele zugleich mit dem Leibestirbt, haben alle Lehren des christlichen Glaubens keinenGrund mehr ; welches wie ungereimt es sey , wird ein jederleicht erkennen mögen aus dem, was hernach in dem Verlausedieses ganzen Buches wird gemeldet werden.
Die Vernunft giebt uns dessen viele Beweise, aus wel-chen ich nur einen nehme.
Dasjenige ist unsterblich, was ein lauterer Geist ist; dennman nennet jenes unsterblich,was nicht verweslich ist: dasjenige !
aber kann nicht verwesen, was keine Theile hat, die sich von-einander absöndern lassen. Was dann ein lauterer Geist ist,an dem sind gar keine Theile, und folglich ist es auch nicht 'jverweslich. s
Nun ist die vernünftige Seele ein lauterer Geist; denn ;was immer sie denket, und durch die Vernunft wirket, ist ab 'les ein Geist, und Nichts leibliches oder materialifches; weil 'etwas materialifches nicht denken, oder eine Vernnnftswir- ^kung hervorbringen kann. Wie man immer etwas materia- >lisches durchsuchet, kann man doch Nichts anderes finden als ^
eine Ausdehnung, Gestalt, und Bewegung. Ungemein weit
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(L) 8. Ambras, öeöonomort. c. y, n. 42. 8. HnF. b. rz '
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