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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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2 Kapitel- 4 Absatz. 4-

F. Konnten sie dieses leicht halten?

2l. Gar leicht; denn Gott hatte sie also erschaffen, daßsie sowohl dem Leibe als der Seele nach alle Gaben und Hilfs-Mittel hatten, wodurch sie leicht und fertig das göttlicheGesetz erfüllen möchten, (ss) ,

L. Was für Gaben hatten sie dem Leibe nach?

2l. Sie hatten eine gute und dauerhafte Gesundheit be-kommen , und borsten eine Schwächst , Beschwernis desAlters, oder den Tod nicht befürchten. Sie wären niemalsgestorben, wenn sie nicht gesündiget hätten. (0)

L. Welche Gaben und Hilfsmittel sind ihnen der Seelenach mitgetheilet worden ?

A. Sie sind erschaffen worden , wie die Gottesgelehrtenreden, in dem Stande der vollkommenen Gerechtigkeit, undvölligen Unschuld. (bH

Ich erkläre mich darüber etwas deutlicher.

Erstens haben sie alles bekommen , was zn der Vollkom-menheit der Seele etwas beytragt. Von meiffchlichen undgöttlichen Dingen hakten sie eine solche Erkenntniß, als ihnenzu besitzen nolhivendig gewesen, also zwar, daß in dem Ge-müthe keine Unwissenheit, keine Unvermögenheit im Urthei-len, in der Vernunft keine Verfinsterung ihr heiteres Ge-müth und hellen Verstand verdorben hatten. Sie besassenauch eine völlige und uneingeschränkte Freyheit, konnten al-les thun, was ihnen nur beliebete, sowohl Gutes als Böses,Loch also, daß der Willen anf die Gerechtigkeit, Wahrheit,und das Glitt steifhielt, und von sich selbst znm Guten ge-neigt war, auch dem Bösen gar nicht nachtrachtcte.

Hernach verspüreten sie niemals wider ihren Willen eini-ge Bewegungen des Gemüths oder Leibes. Der untere Theilwar dem obern unterworfen, und richtete sich nach dessen Be-

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I Band. D