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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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3 Kapitel. 2 Absatz. ZZ

worden ; Und was für Uebel endlich daraus entstanden! seyn. (ss)

Zweyter Absah.

> Von der Strafe, und den Wirkungen der Sünde unserer' ersten Elrern : wie auch von der Erbsünde.

F. Nachdem unsere erste Eltern gesündiget, was ist mitihnen geschehen ?

A. Gleich darauf haben sie erkannt, daß sie bloß wä-ren ; und deßwegen haben sie Feigenblätter zusammenge-flochten , wie auch Gürteln und Schürze sich verfertiget.(Genes. Z, 7.) Nicht alswenn ihnen vormals ihre Blösseunbekannt gewesen wäre, sondern weil die Blösse da-mals ihnen noch ni cht zur Schande gercichete, saget derheilige Augustinus. (O. 1460 Livit. a. 17.)

Denn bis dahin hatten sie sich noch nicht wegen etwas zuschämen; aber gleich nach der Sünde hat das Fleisch widerden Geist seine Begierlichkeit ausgeübet, und von diesem istdas Schämen gekommen. (/^)

Diese war die erste Strafe, mit welcher der Mensch we-gen der Sünde beleget worden; die übrigen hat der züchti-gende Gott gleich beygesetzet.

F. Welche sind diese Strafen der Sünde gewesen ?

A. Damit ich bey Anzeigung dieser eine Ordnung halte,muß ich zuvor handeln von den Strafen , mit welchen unsereerste Eltern sind gezüchtiget worden; hernach von jenen, wel-che sie anch ihrer Nachkommenschaft zugezogen haben.

F. Welche waren ihre Strafen ?

A. 1. Es sind selben zugekommen alle Gattungen derSchwach - und Krankheiten ; und dem Tode ist über sie dieHerrschaft gegeben worden.

2. Die Unwissenheit und Begierlichkeiten haben sich beyselben ungesunden. Die willkührlichr Freyheit ist bey ihnen___ D Z__ zwar

(b) 8. Anc;. äs Liv. ». b. 14, c. iZ» r>. i. läsm äe Liv.V. h. -4, c. i2. (M 8. -ruß. äs (rsnef. lit. I.. lv» e.A4, a. 46. 8c äs Liv. 1). k^. 14, c. 17.