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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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I Theil. I Abtheilung.

fart angefangen, und diese habe nach sich gezogen einen Vo»« "Witz, Begierde zum Essen, und allzugrosse Willfährigkeitgegen das Weib.

Die übrigen heiligen Väter stimmen überein mit dem hei,ligen Augustinus, und in der heiligen Schrift findt man Be- !weise, die ein gleiches sagen; denn dahin zielet ab, was manso oft in der heiligen Schrift liest, daß nämlich der Anfangalles Sündigens gewesen die Hoffart. (l))

F. Wie groß ist gewesen die Sünde des Adam ? ^

A. Man darf diese Sünde wohl eine ungemein und um !beschreiblich grosse nennen; denn wie der heilige Augustinus !saget: (bmclür. c. 45, n. iz.) Es ist bey selber eine Hoft !fart, weil der Mensch gewollt vielmehr unter seiner, alsunter der Gewalt Gottes stehen ; und eine VerunehrungGottes, weil er diesem nicht geglaubet hat; und ein Tod-schlag, weil er sich den Tod zugezogen ; und eine Unzuchtdes Geistes, weil die Reinigkeit des menschlichen Gemü-thes durch das Einrathen der Schlange bestechet worden;und ein Diebstahl, weil die verbothene Speise ist genossenworden; und ein Geiy , weil der Mensch nach mehrermgetrachtet, als mit dem er sich begnügen sollte; und wennnoch was anderes bey einer einzigen Sünde durch fleißigesNachforschen mag gefunden werden. (L) j

Damit man aber begreife, wie groß die Bosheit dieserSünde gewesen, soll man wohl betrachten, wie leicht es ge-wesen wider ein so geringes Geboth sich nicht versündigen; !was für eine große Strafe auf die Sünde geschlagen, und !welcher Lohn, wenn die Sünde nicht begangen würde, verr !sprechen worden; was für ein grosser Herr derjenige gewesen,der es verbothen, wie frey von aller Begierlichkeit und un- ;ordentlichen Regungen derjenige , dem es ist verbothen !

wor.

(l)) Oenek. z,i6cteqq. Tob.4» 14. Proverb. 16» >8. Re-ell. irr, 14. 8. <le Oenef. säht. R. n, c.z, n. 7. 6ce. zo.». zy. 6c c. zy. v. ZZ. 6c R. 14 6e Riv.O. e. iz » n. 1. (R) 8.-illA.ole «loao perlsver. c. 24, n. 66. 6rR. z Oper. impers. «out.^ullsu. 0. §6 6c seq. 6c R. 6. n. iz.