4 Kapitel. io Absatz. roz
A. Es wurde demMoyses von dem Herrn angezeiget,daßsich das Volk binnen zween Tagen zubereiten solle, um dasGesetz Gottes zu vernehmen. Hernach sind an dem Fusse desBerges ringsherum Gränzen besiimmet worden, welche es un-ter der Strafe des Todes nicht überschreiten dorfte.
End neb am dritten Tage, welcher der fünfzigste war nachdem Auszuge aus Egypteu, liessen sich Donner hören, es fuh-ren Blitze herab, ein sehr dickes Gewölk bedeckete den Berg,und es wurde dabey, als alle in Schrecken waren und zitter-ten , ihnen das göttliche Gesetz gegeben. (/t)
L. Warum hat Gott gewollt unter einem so entsetzlichenDonnerwetter fein Gesetz verkündigen ?
2 l. Damit ihn fürchten lernete dieses sinnliche und hart-näckige Volk, welches deßwegen durch die Furcht der Strafemußte gebändiget werden ; denn es war die Zeit noch nichtherbeigekommen , zu welcher das Gesetz der Liebe sollte in dieHerzen eingeschrieben werden. (iH
L. Was hat Gott der Herr geredet auf dem Berge ?
A. Zehn Worte, das ist, die zehn Gebothe, welche in demso genannten DecaloguS enthalten sind. Ich bin der Herrdein Gott , welcher dich aus den» Egpytenlande acführethat rc. (Exod. 20, 2.) Die übrigen Worte will ich bey-bringen , und erklären in der Fortsetzung dieses Werkes im 2Th. Z Abth. » Kap.
F. Waren diese Gebothe den Jsraeliten was neues ?
A. Keineswegs: ja sie waren den Menschen schon langvor dem Monses bekannt, und schon damals wußte man,daß selbe fleiffig müßten gehalten werden; wie man dieses inder heiligen Schrift sehen kann. Es »st sich darüber nicht zuverwundern; tuin diese Gebothe waren Nichts anderes alsdas natürliche Gesetz selbst, das ist, das von Gott dem Er-_,_Gz_ schaffte
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