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4 Kapitel. 21 Absatz.
L. Hat dieses auch was vorbedenket, daß die Juden mireiner Hand die Mauern aufbauen, mit der andern dasSchwert zu ihrer Beschühung hallen mußten ?
A. Man kann daraus abnehmen, daß die Christen dieMauern des himmlischen Gebäudes, bey welchem Christusder Grund ist, nicht aufführen können, wenn sie nicht, sozu reden, in der andern Hand das Schwert halten , um zustreiten wider ihren Gegner den Teufel, welcher wie einbrüllender Löw herumgeht, und suchet, wen er auffres-sen , (l Br. Pet. 5, 8.) und von der Arbeit an dem himm-lischen Gebäude abwendig machen möge. (?)
Ein und zwanzigster Absah.
Von der weltlichen Beherrschung der jüdischen Gemeindenach der Zurückkunst aus der babylonischen Gefangenschaftbis zu der gänzlichen Vertilgung Und Zerstreuung diesesVolkes unter der Regierung der Römer.
F. Haben die Juden nach ihrer Zurückkunft aus der ba-bylonischen Gefangenschaft, eben wie zuvor, ihre Königegehabt?
21. Sie sind, wie vormals bey ihrem Aufenthalte zu Ba-bylon, unter der Bothmäffigkeit der Persir gestanden, undhernach unter der Herrschaft Alexanders des Grossen, wel-cher nach der Besiegung deS persischen Königs Darms alleMorgenländer unter sich gebracht. Nach dem Tode des A-lexander haben seine Hofherren desselben Reich unter sich ge-theilet. Ptolemäus hat das Königreich Egypten bekommen,und der Seleucus Babylonien und Syrien. Jener hat sichMeister vorn Judenlande gemachet, und bey hundert tausendJuden nach Egypten gefangen hinweggeführet. Sein Nach-folger ist gewesen Ptolemäus Philadelphus, welcher den Ju-den sich gar gnädig erzeigete, indem er allen Juden erlaubethat in ihr Land zurück zu kehren, und, wie man insgemein_ dafür-
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