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r Theil, i Abtheilung.
dafürhält, ist es eben er gewesen , welcher durch zwey undsiebenzig Dollmetschc die heilige Schrift in das Griechischehat übersehen lassen. Und diese ist jene in der Kirche so be-rühmte Übersetzung der stebenzig Dcllmetsche. Als er gestor-ben, haben, der Erbfolge nach, das Egypten besessen nachihren Eltern die Söhne Ptolemäus Evergetes, PtolemäusPhilopator, und Ptolemäus Epiphanes. Philopator undEpiphanes haben die Juden hart gehalten, damit sie selbevon dem wahren Gottesdienste möchten abwendig machen.
Damals regierere in Syrien Antiochns mit dem Zuna-men der Grosse, welcher mit dem makedonischen Könige Phirlippus sich vereiniget, und dem egyptischen Könige Ptole-mäus Epiphanes sein Reich hat nehmen wollen. Zu selberZeit haben die Juden immer vieles ausstehen müssen; dennmochte Antiochus obsiegen oder überwunden werden, wurdensie allzeit von dem , der obgesieget, hart gehalten.
Dem syrischen Könige Antiochus ist nachgefolget Scleu-cus Philopator, welcher, weil der hoche Priester Omas umgemein eifrig war, alles bey den gewöhnlichen Opfern auf sei-ne Unkosten herschaffen ließ.
Nach ihm ist gefolget Antiochus genannt Epiphanes, dasist, der Berühmte, welcher auch in der That durch seine Bos-heit und Laster sich berühmt gemachet ; denn er hat den ho-chcn Priester Onias einen heiligen Mann abgesetzet und verja-get , auch nach seinem Belieben, alswenn er in geistlichenDingen völliger Herr wäre, die höchste priesterliche Würdeitzt einem gegeben, und bald darauf wieder genommen. Erhat an die Stelle des Onias den Jason geseßet, und nachdem«r ihn wieder vertrieben, dem Menelaus, und nachmals deinLpsimachus das Amt eines hochen Priesters verliehen. DenSchaß des Tempels zu Jerusalem hat er geplündert, dieJuden zur Verläugnung des Glaubens ihrer Voreltern zwin-gen , und ihnen den heydnischen Götzendienst aufdringen wol-len. Deßwegen hat er den heiligen Alten Eleazarus hinrich-ten , und die sieben machabäischen Brüdcr sammt ihrer Muttter, auf das schmerzuchsie peinigen, und tödten lassen. Alle,