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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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I Theil. I Abtheilung.

dianern was gemeldet wird , sey dieses zu verstehen von jenenJuden, welche diesen Lehrsatz angenommen. Andere sind derbesser gegründeten Meynung, daß aldort unter den Herodiarnern angeze get werd n entweder die Hausgenossenen des Vier-fürsten Herodes oder die von dem Herodes zur Einbringungder den Römern schuldigen Steuern bestellten Leute.

L. Wie ist die Secce der Herodianer ausgekommen?

A. Weil die Juden sich gar gewiß eingebildet hatten, daßdie Zeit schon angebrochen , zu welcher nach den Weissagun-gen der Propheten der Messias kommen würde. ( 0 ) DieseWeissagungen der Propheten werde ich hernach beybringen,und erklären. (Im i Th. 2 Abth.« Kap. i Abs.)

Drey und zwanzigster Absatz.

Der Zustand und die Sitten der heydniftben Völker nachder Beruffung des Abraham bis zu der Ankunftdes Messias.

F. Aus dem bisher gemeldeten sieht man , daß die Sit-ten der Juden bey der Ankunft Christi sehr verderbet gewe-sen. ( ^) Wie waren unterdessen die übrigen Völker, welcheman insgemein die Heyden nennet, in der ganzen Welt ge-sittet ?

A. Ich habe schon gesaqet, (Oben im 4 Abs.) daß alleVölker den bösen Begierlichkeiten ihres Herzens sind überlas-sen worden, als Gott den Abraham zum Vater des jüdischenVolkes hat auserwählet. Von selber Zeit an haben die Völ-ker allerhand Laster und Bosheiten begangen , und die Gö-tzenbilder verehret. So viele Laster hat recht lebhaft, aberentsetzlich, abgeschildert der heilige Apostel Paulus im erstenKapitel seines Briefes an die Römer, (tt)

F. Sind die Heyden in ihren Finsternissen und Bosheitalso gelassen worden, daß von der Beruffung des Abrahamher gar Niemand Gott erkannt und verehret hat ?_ A. Für-

(bl) IVlkUtk. 22» 16. Uarc. 12» 12. 8. kpl'pbrm. I.. I säv.Userss. bser. 20, v. r. (0) 8. blieron. Disl. aclv.

kam. 2, 5 äc legg. Lc. z, 10 L legg. (6) jiom. i,

18- 6: fegg.