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z Theil. » Abtheilung.
then, welche in das Gebeth der Gläubigen empfohlen wer-den , jenes beobachten, was befohlen wird , sich von jenemhüten und enthalten , was zu thun verbothen wird, wennsie etwas wissen, das die Kirche zu offenbaren und anzuzeigenbefiehlt, dieses offenbaren und anzeigen. Damit sie aberdieses alles besser erkennen mögen, müssen sie oft bey der feycr-lichen Pfarrmcsse erscheinen, und aldort von dem Pfarrerfleisiig in dem unterwiesen werden, was zur vollkommenenErkenntniß desselben gehöret. Es werden auch die Gläubi-gen sich einen sehr grossen Ruhen verschaffen, wenn sie diesesoder ein anderes dergleichen Buch, in welchem solche Dingeangezeiget werden, in ihren Häusern lesen, und dadurch selbstihr Heil befördern."
IX. Von der Messe der Gläubigen : und erstens vonder Abberhung der Glaubensbekenntniß.
S. Welchen Anfang hat die Messe der Gläubigen ?
A. Die Abbethung der Glaubensbekenntniß.
Vormals wurden fürwahr nur deßwegen die Catechmnernen, Ungläubigen, und öffentlichen Büssec zu dem erstenTheile der Messe, welchen man die Messe der Larechume-ncn hieß, gelassen , damit sie bey den Predigten und Unter-weisungen der geistlichen Vorsteher, welche nach dem Evan-gelium gehalten wurden , gegenwärtig seyn möchten; nachdem Ende derselben aber wurden sie feyerlich entlassen.
F. Warum fängt, nachdem das Evangelium abgelesen,und das Verkünden vollendet ist, die Messe der Gläubigenvon der Glaubensbekenntniß an ?
A. Damit die vereinigten Gläubigen vor allen feyerlichbekennen sollen, daß sie jenes glauben , was immer die Kir-che glaubet, was bey der Messe der Catechumenen aus derheiligen Schrift ist gelesen worden, und der Pfarrer ihnenitzt vorgetragen hat.
_ F. Wel-
* Pougcshät da manche Dinge beygebracht, die in unsern Län»dcrn nicht mehr im Brauche sind ; wie dann auch bey uns alles Ver-künden gemeiniglich nach der Predigt geschieht. Der gescheide Leseralso wird leinen.Theil schon herausjuziehen, und sich darnach z» rieh»ten wissen.