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Blutzeugen , wohin die Geistlichen und das Volk ihn beglei»telen, um selbe Gebethe und Gelübde zu verrichten. Wannsie hingiengen, wurden Psalme, und bey der Zurückkehrdie Likaney der Heiligen gesungen , wie es ißt noch geschieht.Diese Processionen wurden Litaneyen oder Bittgänge gerheissen, welchen Namen noch heut zu Tage die processionen !haben ; denn der Umgang, welchen man alle Jahre am Fest- 'tage des heiligen Marcus anstellet, wird die grössere Lita-ney genannt, und die Processionen, welche in der Kreuhwo-che geschehen , heißt man die kleinern Litaneyen. (I)
5. Es ist ein uralter Brauch, und es wird ißt noch be-
obachtet , daß, wenn ein Bischof das erstemal in die Stadtkömmt, um von seinem bischöflichen Sihe den Bcsih zu neh- ^
men ; oder wenn er sich an ein Ort seines Kirchsprengels ber j
giebt, um die Pfarren zu besichtigen : alsdann die Geistli-chen und das Volk , um ihren Bischof feyerlich in die Kirche ^einzuführen, ihm entgegengehen, und Lobgesänge und Psal-me dabey gesungen werden. Dieses geschah in den vorigen LZeiten auch (Wie es itzt noch geschieht) sooft ein König oder zein vollmächtiger Fürst in eine Stadt seines Gebiethes kam. s
6. Endlich bey den Begräbnissen und feyerlichen Leichbe-gängnissen ist es allzeit gebräuchlich gewesen , daß die Leich-name der verstorbenen Gläubigen aus dem Hause in die Kir-che , und von der Kirche nach vollendeter Messe zu der Grab-statt, wie es ißt noch geschieht, mit einem feyerlichen Ger ''präuge getragen wurden, und man unterdessen Psalme sang.
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Dieser ist fürwahr der Ursprung und Anfang der Proces-stonen. (!Vl) Nach der Zeit hat man aus unterschiedlichen Ur-sachen
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Otemc-Nü leu Oonllit. b>. 6 , c. Zo. 8.
8erm. 172, sl. Z2 6« Verb. Hpnlb. c. r, n. 2. (öl) ll«ec: v>-llers eü kuüas prodsts spuä suprslauästos^uölvro^berarluin
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