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n Kapitel.
geschieht nicht ohne Arbeit, weil auch die Apostel selbst, de-ren Nachfolger die Bischöfe sind , mit Beschwerniß herum-giengen, wcineten und ihren Saamen ausstrcuet.n;( Psal. 125 , b. ) aber wann der oberste Hirt erscheinenwird, ( i Br. Pet. 5,4.) werden sie schleunig vor seinAngesicht mir Freude kommen, und ihre Garben herbey-tragen, (Psal. 125, 7.) das ist die Früchte der gutenWerke, damit sie die unverwelkliche Rrone der ewigenHerrlichkeit erlangen. ( 1 Br. Pet. 5, 4.)
5. Damit er in dem ganzen Kirchsprengel den Getauftendas Sacrament der Firiüung mittheile.
b. Damit er für die, welche erst gefirmet sind worden,und alle andere, die in selber Pfarre sich aufhalten, dasOpfer des Heils verrichte, und zugleich nnt ihnen an demLeibe und Blute des Herrn Theil nehme.
Das römische Pontificalbuch bringet hauptsächlich fünfUrsachen bey, wegen welcher der Bischof eine Untersuchunganstellet. Ich sehe selbe aus eben diesem Pomificalbucheher.
Die heiligen Rirchensatzungen, sind dessen Worte,und die Rirchenordnung befehlen dieses (das ist, die Un-tersuchung der Pfarren von dem Bischöfe) zu thun aus vierlen Ursachen.
Erstens um die Seelen der Verstorbenen loszuspre-chen.
Zweyten» , damit er wisse und sehe, wie selbe Rie-che im Geistlichen und Zeitlichen verwaltet werde , wiederselben Rirchenzierden aussehen, wie aldort die Sacra-meme der Rucke ausgcspcndet und der Gottesdienst ver-richtet werde, wie man aldort der Rirche diene, wie dieDiener der Rüche und das Volk lebe : damit zufolge derPflicht seiner Untersuchung, wenn etwas bey den vorge-meldren Dingen sollte zu verbessern seyn, es durch ihn ab-gestellet und verbessert werde.
Drittens, damit er die Ehebrüche , Hurereyen, Gotrtesschändungen, wahrsagereyen, und andern derglei -chen bey dem Volke gemeinen Laster bestrafe , welches
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