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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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264 Beschluß des

richten müssen, damit sie zum ewigen Leben gelangen mögen.Ich habe also von den Lastern und Tugenden, von den Ge-bothen Gelles und der Kirche gehanMt.

Im drillen Theile habe ich angezeiget, durch welcheHii «mitte! die Menschen also leben mögen, damit sie das ewi-ge Leben erlangen. Ich habe also kurz von der Gnade, welchegar nothwendig ist, dam t man christlich lebe, gehandelt.Weil aber die Gnade durch die Sakramente mitgetheilet,und durch das Gebeth erlanget wird: deßwegen habe ich nachder Ab! a- dlung von der Gnade alles angezeiget, was immerzu den Sakramenten und dem Gebethe gehöret.

Aus dem , was ich gesaget habe, sieht man , daß dieMenschen seyn erschaffen worden Gott in seiner Klarheit an-zusehen , welches die höchste Glückseligkeit ist : und daß sienach dieser Glückseligkeit mit allen Kräften trachten, undauf dieses allein alle Werke und alle Gedanken richten müssen.

In Betrachtung dieser Glückseligkeit müssen wir Chri-stum ungemein und von Tage zu Tage mehr lind mehr liebenund verehren, auch dabey unsere Dankbarkeit für so viele undgrosse uns mitgetheilete Gutthaten möglichst bezeigen, weiler uns, was schier der ganzen Welt ist verborgen geblieben,zeige« , daß diese dte einzige Glückseligkeit sey : weil er unsselbe verdiene«, uns den Weg zu selber bahne«, und uns da-hin einführe«.

In Ansehung dieser Glückseligkeit müssen wir alles thundie Laster und Sünden zu meiden , um die Tugenden uns zubewerben. Gorr und der Kirche zu gehorsamen.

In Betrachtung dieser Glückseligkeit muß man die Sa-kramente andächtig empfangen, welche uns die Gnade, durchdie man christlich lebet, Mitzutheilen , zu erhalten, zu ver-mehren, und wiederzubringen eingesetzet sind. In Ansehungderselben endlich muß man fleissig dem Gebethe und anderngottseligen christlichen Uebungen abwarten.

Solang wir auf der Erde uns befinden, sind wir wie Ver-triebene aus dem Vaterland«, und wir müssen nach diesemseufze», und mit beständigem Verlangen und Bemühen dahintrachten, weil wir sonst niemals in selbes gelangen werden.