Italiens Absichten,Nachbarschaffr. 15z
möchte verstopffet werden mit vortheilhafftigangelegten Vestungen, und einer beständigenGrantz-^ilirnndeme die NaturguteGelegen-heit dazugegeben mit hohen Gebürgen,Flüs-sen und anderen Vortheilen. Und geduncketmich der Römer grosses Versehen dises ge-wesen zu seyn, daß sie diftn Paß nicht sorg-fältig verwahret haben.
Alle dise Vortheil des Lands verursachen,daß andere Machten, so vil deren immer be-dacht seyn ihre Herrschung groß zu machen,sich umb Italien bewerben.
Da nun die Teutsche und FrantzosenWelschland gleichsam gerad vor ihren Augensehen, haben sich dise beede Nationen jederzeitbemühet, vest darein zu setzen, sonderlich dieerstere, welche sich keinen Schweiß,kein Blutgereuen lassen,umb solches zu behaupten. Esschiene auch, als das Teutsche Ertz-HaußOesterreich zugleich in Deutschland undSpa-nienherrschete,daß nun Italien, Teutschlandund Spanien in eine Monarchie wurde zu-samm wachsen zindeme Obolus v. derKay-ftr Neapel, Sicilien, Sardinien, in seinenBesitz;/iolcANLaber, Mayland- Xbantua Lcc.M Vasallen hatte: so hab doch eben diserSpanische Besitz Gelegenheit geben, daß dieTeutsche Macht über Italien in den jüngstenZelten nur gar zu weit herunter gekommen.Dann weil dise Land nicht als Teutsche, son-dern als Spanische Güter angesehen wurden-K 5 Spa§