Band 
IV. Theil
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§56

N. r i6. Mb es leicht

15. Aber umb GOttes Willen, was istendlich an den meisten der gedachten Sachengelegen, und was tragen sie zur gründli-chen Gelehrtheit bey? Oder vil mehrwie ist es doch möglich, daß man unterDem Getöß so vieler tausendmahl tausendMillionen der Gedancken (welche noch dar-zu alle von der Haupt-Sach ausschweif-fen) könne auch einer eintzigen llilciplmrecht, und mit juäicio in den Busen sehen?Dlimia memonL nocet /uclicio. Ein im-mer ZU in der Gedachtnuß beschüfftigter Ge-lehrter ist wie ein Schifflein im wildenMeer, welches ohne Ancker immerzu her-umbschwebet, und niemahl das Ufer er-reichet.

16. Ich weiß, daß ohne alle dise Ceri-monien vor Alters recht Grund-GelehrteLeuthworden, dergleichen Loersteg, klno,^Moteles, Vsrro, Lsto, Licero, 5enc-

Lcc. waren: welche doch wenige, undwohl auch ein eintziges oder gar kern Buchgelesen: dahero sie auch ihr Leben nicht mitrnsmoriren, sondern mit Nachdencken,und gründlichen Betrachtungen zugebracht.Aber dises uimmt mich offtermahls Wun-der, wie dochjnoch jetziger Zeit so manchegelehrte Leuth auf der Welt hervor trettenkönnen, unter so vilen Verhindernussen undDem tausend nach zu übersteigenden Be-schwitzen. Ich achte es für ein großes

Gluck,