d 4 . rri. Von BtblLothsken. 609
7. Zu Rom sammlete man Bibliothekennit durch Arbeit der Lands--Gelehrten, sonderreu der Soldaten. Dann wie je ein frembdesLand nach den anderen erobert worden , alsohat man die daselbst befindliche Bibliotheken ,Gemähld, Statuen und andere künstliche Sa-chen nach Rom übergeführet, l^uculius derRömische Prasser hat seinen Reichthum auch indisen Stück zeigen wollen, daß er zum Ge-brauch derer Römischen Gelehrten hak aufge-richtet.
8- Zulius Olar hatte vor eine öffentlicheBibliothek zu verordnen, welches Geschafft erdem Vzrro ( OoÄrstimo Komsnorum ) auf-getragen , so aber durch dessen frühzeitige Er-mordung hintertriben worden. Endlich hak eSdurch den gelehrten älmius polüc»zu Stand gebracht, indem er bey dem Tempeldes Apollo im kalslio die Llbliotkeeam kaisti-nrm oder OLWvism eröffnet.
9. Solchen Beyspilen seynd die RömischeFürsten und Herren alle nachgefolger, derenkeiner ein Land« oder Lust, Hauß erbauele (sieerbarmen aber sehr olle, indem einer 4- r- odernoch mehr derselben hatte) wo nit auch ein Bi-bliothek wäre angeleget worden: einige zwarum sich derselben selbst zu bedienen: andere a-ber damitsie dem Gebrauch der Gelehrten offenstunden: und widerum andere nur zur Sprei-tzerey; wie es eben heut zu Tag nit änderst ge-lMihet.
Theil. Ö. q 10 Dit