K8 PKMalifch-Oekon Bibl.lV.B.
Garns gefunden, durch welche es fähig wird,aus dem Krapp die vollkommene türkische rotheFarbe anzunehmen. Ich besitze zwo Proben,die in nichts von dem wahren türkischen Garnverschieden sind, und die bereits, um die Far-be lebhafter zu machen, gleich nach der Berei-tung fünf Stunden in Seifenwasser gelegen ha-ben. Eine ist mit der trocknen feelandischen Krap-ps , die andere aber mit den frischen Wurzeln,die ich dem H. Doctor aus dem hiesigen ökono-mischen Garten zugeschickt habe, gefärbt wor-den. Nachdem ich beyde so wie auch eine Pro-be des wahren türkischen Garns, in drey ver-schiedenen Gläsern mit einerley Scheidewasserbegossen hatte, sah ich nach 24 Stunden, daßzwar das türkische Garn am allerwenigsten vonseiner dunkeln Rothe verlohren hatte, daß aberauch diess den deutschen Proben nicht ganz ver-gangen war. Das mit der trocknen seeländi-schen Krapps gefärbte Garn, hatte ein höheressehr angenehmes Roth angenommen, das aber,was mit meinen frischen Wurzeln gefärbt war,war endlich mehr ins gelbliche gefallen, doch wardie Rothe nicht ganz verschwunden. Aber nachdrey Tagen war alles zu Gelb verblichen, ausge-nommen, daß das von H. Schröder mit der see-ländischen trocknen Grappe gefärbte Garnallein noch etwas rothes sehen ließ. Zu-dem werden unsere Kleidungen nicht gemacht,M Mst Scheidewasser begossen zu werden. Man