5>o physikalisch-Gekon. Bibl. IVB. r.
Die natürliche Farbe der Cochenille auf demin blossein Wasser eingeweichten Tuche ist eineschwache Psirschblüthfarbe. Man kan hierausden Schluß ziehen, daß man erst die gallertar-tige Beschaffenheit aufheben müsse, wenn dievielen vorhandenen Farbetheile häufiger und tie-fen eindringen sollen. Küchensalz und Sal-miak leisten vorzügliche Dienste. Auch istdie Cochenille auf Baumwolle versucht worden.
S> Versuche mit Indiz. Die zuersterzählten bestätigen, was schon H. Aulenkampund andere bekant gemacht haben, daß wederdas blosse Wasser, noch das mit Kochsalz, Sal-miak, Pottasche und Weinsteinrahm vereinigteWasser, noch der Essig, noch auch das Salpe-ter- und Salzsäure die wahren Auflösungsmit-tel des Jndigs sind, sondern daß derselbe nurvon dem concentrirtcn Vitriolsauren ganz undvollkommen aufgelöset werden kan, dergestalt,daß eine sehr geringe Menge Indig vermögendist, ein Stück Tuch von einer beträchtlichenGrösse mit einer sehr gesättigten blauen Far-be zu durchgingen, und dasselbe, nachdem esgehörig behandelt wird, mit einer dauerhaften^ und festen Farbe zu versehn.
Bey Untersuchung der Bestandtheile desJndigs, fand der V. daß, nach dem Ausglü-hen, ungefähr der sechste Theil als eine feste
erdich-