Band 
[Erster Theil.]
JPEG-Download
 

-87

Ap

Ap

-88

Apsllomius Collatius, (Pet.) einPriester zu Novara im XV. Jahr»hundert, hat ein Gedicht von derBelagerung Jerusalem unter Lespa-sian und Titus nebst einigen andernWerken geschrieben. Dupin hältihn zwar vor einen der besten christli-chen Dichter; doch sind andere an»derer Meynung.

Apollonius, von Perqa einer Stadtin Pamphilien pergäus genannt,ivar ein berühmter Meßkünstler un-ter dem Pwlomäus Eoergetes gegen244. J.v.C.G. Er hak vieles gc»schrieben; wir haben aber nur nochäe Leüionibus Lonicis b.. VIII.wovon man aber bisher nur 7. zusehen bekommen hat. Die beste Aus,gäbe davon ist die Oxsorder von17 >o. Folio.

Apollonius Rhodius, weil er langin dieser Stadt gelehrt, sonst vonAlexandrien gebürtig, war ein gutergriechischer Dichter, des Callima-chus Schüler, und lebte unter demPtolomäus Evergetes etwanI. v. C G. Er hat ein Gedicht vonder Unternehmung der Argonauten,welches Longin hoch hält, nebst ei-nigem andern geschrieben.

Apollonius Tyanälis, vonTyane inCappadocien, ein berühmter Betrü-ger , der Key nahe um die Zeit ge-dohren wurde, als der Sohn GOt-tes im Fleisch erschien. Er legte sichmit allem Ernst auf die pythagoreischeWeltweisheit, entsagte dem Wein,der Frauenliebe, dem Fleisch undden Fischen, und führte ein sehrstrenges Leben. Durch seine Ge-schicklichkeit brachte er es so weit,daß man ihn vor einen Gott hielt.Er bekam eine grosse Menge Schü-ler, und starb, bey nahe 100. Jahralt, gegen das Ende des I. Jahr-hunderts, ohne daß man wußte, wound auf welche Art? Selbst seinliebster Schüler und Anhänger Da-mis, so au allen seinen Betrügerepe»

Theil hatte, wußte »ichs davon.Dieser Damis hat sein Leben be-schrieben, oder vielmehr zerstreuteNachrichten von ihm Hüter lassen,aus welchen hernach Philoiratus sei-ne Lebensbeschreibung lerr'ertiqt.Dupin beweißt in seiner IliUolrsä'^pollonius 6e l^sne, i) daßdie Geschichte des Apollonüs sich aufkeine glaubwürdige Zeuger gründe;2) daß Philostratus ein« blossenRoman geschrieben; )) daß dieWunder, die man dem Apolloniuszuschreibt, die Merkmahl? des Be-trugs auf der Stirne trazrn, undnicht eines darunter sey, welchesman nicht der Geschicklichkeit, demZufall ober der Bet, ügere» zuschrei-ben könne, und 4) baß des Lehrge-bäude dieses Weltweisen wider diegesunde Vernunft streite. Diesem-ge, welche sich unterstehen, die an-gebliche Wunder dieses Betrügersmit den Wundern unsers Erlöserszu vergleichen, verrathen eine ebenso grosse Bosheit als Unwissenheit.

Aponius, ein Kirchenscr.bent desVII. Jahrhunderts, von welchemman einen Comment, über das HoheLied hat. Es ist solcher eine bestän-dige Allegorie von der VermählungChristi und der Kirche.

Apono, (Pet.von) auch Abbaus,eiu geschickter Arzt, gebohren zu A-pono bey Padua rrso. war Pros.zu Bononien. Man sagt, daß erzu keinem Kranken ausser der Sradtgegangen, ohne täglich so. Kronendavor zu haben. Als man ih» zumPadst Honorius IV. nach Rom ha-ben wollte, forderte er vor jedenLag 400. Thaler. Er soll einen sol-chen Widerwillen gegen die Milchgehabt haben , daß er ohne Ecke!niemand davon habe können essensehen. Apono wurde der Zaubereyangeklagt; starb aber 1316. ehe seinProceß zu Ende kam. Man verur-theilte ihn noch nach feinem Tod,

und