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niilliaco ernannte. Man hat sehrviele« an dieser Verordnung auszu-setzen gefunden. Auch beschuldigteman ihn noch bey seinen Lebzeiten,daß er, unterm Borwand seinemFleische recht wehe zu thun, bey sei»nen geistlichen Frauenspersonen schlaf»se, und dazu dir jüngsten und schön»sten aussuche, um über eine destogrössere Versuchung einen destorühmlichern Sieg zu erhalten. DerAbt Gottfried von Delldome und derBischof Marbodu« zu Renne« habenihm solches vorgehalten, deren Briefeder P. Sirmond ,6r«,. bekannt ge»macht. P Maimferme und andereseine« Orden« haben ihn aber darge«gen zu vertheidigen ge>ucht.
Arburhnor C Alexander ) ein be-rühmter Protestantischer Gottesge-khrter und einer der vornehmstenBeförderer und Vertheidiger der Re-formation in Schottland, war einBruder vom Baron Arbuthnot inder Grafschaft Mern«, und wurdeis)8. au« einem adelichen und al»ten Geschlechte in Schottland geboh-ren. Er studirte auf der Universi-tät zu Aberdeen , und gieng daraufnach Frankreich, wo er unter demCujarius 5. Jahr lang die Rechtsge-lahrheit erlernte. Al« er nachSchottland zurück kam, bekannte ersich zur resormirten Religion, legtesich auf die Theologie, wurde auseinige Zeit Prediger, und daraufPrincipal des königl. Collegii zuAberdeen. Er war in den schönenund mathematischen Wissenschaften,in der Weltweirheit und Gottesge-lahrheit, in den Rechten und in derArzneykunst sehr geschickt. Seinevorzügliche Gaben und seine Be-scheidenheit machten ihn überall be-liebt, so daß er auch an allen kirch-lichen Angelegenheiten Theil hatte,die damals in Schottland vorfielen.Er war zweymal ein Mitglied derallgemeinen Versammlungen der
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Geistlichkeit, und sstarb pr Aberdeenis8). Man hait nichs ton ihmal« zwey lateinische Rcdm äe Qri.xine er Oigm'care ssurü , die jNEdemdurg >571. gedruckt worden.Er gab auch Bmchanar« Historieheraus, die ihm di>eser, als seinemguten Freunde, ge-geben hatte, umsie durchzusehen, «nd alsdenn demDruck zu überlassew.
Arc, (Johannavon ) auchdvLys,gemeiniglich aber da« Mädchenvon Vrleans genannt, hat eineder seltsamsten Rollen gespielt, derendie Geschichten gedenken. Sie warein Baurmädchen au« Domremi, soein am Mosekstroin gelegener Ort anden lothringischen Gränzen ist. Alsmit Ansang des XV. Jahrhunderts sdie Engelländer fast ganz Frankreichsunter sich gebracht, so daß nach Kö- ?!nig Carls VI. Tod der englische Prinz sHeinrich wirklich zum König inHFrankreich erklärt worden, und dem ?Dauphin , nachmaligem König xCarl vii. kaum noch wenige Städte'im mittäglichen Frankreich übrig ge-blieben ; stellte sich dieses Mädchenzu Ende des Febr. >4--. bey Ro-bert von Baudricour, Gouverneurvon Vaucoulevrs ein, und gab ihmzu erkennen, sie sey von GOtt ge-sandt, um die Belagerung Orkans,womit eben damals die Engklländerbeschäftigt waren, aufzuheben, undden bedrängten Dauphin zu Rheims jzum König krönen zu lassen. Bau- -dricour lachte über ihren Antrag, so sdaß sie ihn zum zweytenmal bat, sie jdoch zum König zu schicken, welcher sja, wie sie sagte, eben heute grossen ^Verlust bey Orkans erleide, und!noch grösser» erleiden würde, wenn jsie ihm nicht zu rechter Zeit zu Hülfekäme, so sich auch nachgehends so >befand. Baudricour schickte sit'zuni 'König. Auch hier wurde sie mitsehr ungleichen Urtheilen aufgenom-men, bis sie ihre göttliche Sendungdadurch