Band 
[Erster Theil.]
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sessor der Rechte und der Geschieht«künde jll Heidelberg, von wo ausihn der Pfalzgras Casimir und derHerzog Cbristoph von Würtenbergauf das Cvlloquium zu Poissy ab-schickten , wiewohl er nicht zu denConferenzien zugelassen wurde. In-dessen nahm ihn der König Antonvon Navarra in Dienste, und mach-te ihn zum Hofmeister seines natür-lichen Sohns. Mit diesem gieng ernach Tridcnt, kehrte aber auf erhal-tene Nachricht von König AntonsTod wieder nach Frankreich, wo erseine Güter und Bücher in zimlicherUnordnung antraf. Von hier gienger wieder in die Niederlande, dieRechte in Douai zu lehren, undwurde vom Herzog von Alba sehrgnädig aufgenommen. Wie er abermerkte, daß er auch zu einem Mit-glied von dem Dlntqerichte bestimmt,daß über den Grasen von Egmontgehalten werden sollte, bat er umUrlaub auf weniae Tage, und giengwieder nach Paris. Von hier wur-de er »ach Besan?on bcruffen, bliebaber zu Paris, weil Kayser Maxi-milian der Universität zu Besan?onverboten, diese Faculkät auszurich-ten. Er lehrte hierauf die Rechte4 Jahr zu Angers, und kam wie-der nach Paris, weil er mit demHerzog von Anjou nach Pohlen ge-hen sollte, starb aber noch vorher imCollegio von Arras den -4. Octob.rr 7; - In der Religion war er sehrwankelmüthig, so daß man ihmnachgerechnet, daß er sie siebenmalgeändert. Er war anfangs ein gu-ter Freund vom Calvin; wechselteaber hernach die bitterste Streitschrif-ten mit ihm. Er hat sehr vieles ge-sch: leben.

Balduin, ( Fried.) ein LutherischerGotteegelehrter, gcbohren zu Dreß-den den 17. Nov. 1775. stndirte zuWittenbcrq, wo er -6oi. Adjimrtbeyder philosophischen Facultat wur-

de. In eben diesem Jahr gieng ermit den beyde» Kottesgelehrten Ae«gid. Hunnius und Lav. Rungiuszum angestellten Colloquio zu Regemspurg, welchem letzter» er 1604. inder theologischen Profession zu Wit«tenberg folgte. 1607. wurde er Su-perintendent daselbst, und folgendesJahr Consistorialassessor. Er solltehierausHosprediger beym Churfürst!.Hos werden , blieb aber lieber aufder Universität, und starb daselbstden Merz 1627. Er hak vieles,besonders einen guten Comment, überdie Paulinische Episteln , und einenTrack- äe Latikus LonkcienriL ge-schrieben. Sein Sohn Baltharsar Balduin ward auch DockocTheologie zu Wittenberg, verfertigteeinige Schriften, und starb denApr. 165-,. im 47sten Jahr.

Balduin , ( Martin ) gebürtig ausBrabant, lehrte eine Zeitlang dieWeltwcieheit zu Dillingcn, wurdedarauf Professor der Theologie undKanzler zu Löwen, und endl-cherster Bischof bey dem issy- neuer«richteten Bischum Apern. Er wohn-te der Kirchenversammlung zu Tri-dent, und demConvent zu WormSbcy, und starb den 9. Oct ix8;.zu St. Omer. Man hat ein lUa-nusle psttorum und einige andereSchriften von ihm.

Balduin, (Thomas) auch Bald-rvin, mit dem Beynahmen Devo-nius, weil er aus Devonshire ge-bürtig war, ein Cistcrciensermvnch,wurde 118 >. Bischof zu Winchester:drey Jahr hernach Erzbischof zuCunterbury, und starb >191. imgelobten Lande, wohin er KönigRicharden I. gefolgt war. Er hatzerschicdene Schriften , besondersHacramenro -Urans hinterlassen.Padsi Urban Ul. war nicht sonder-lich mit ihm zufrieden, und schncbihm ei»sma!s : liasclujnu Nonacli«servenrilümo, caijrlo, L-

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