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einige Verweise gegeben/ alS gegenCarl V. der dem Cardinal verspro-chen hatte, ihm jurpäWchen Wür-de ;u verhelfen, dem König aller-hand Zweifel über die Rechtmassig-keit dieser Ehe in Kopf, weil Ca-tharina zuvor seines Bruders Ge-mahlinn gewesen. Zu gleicher Zeitverliebte sich der König in die Annavon Bolcn. welche ihn nicht andersals auf den Fuß einer rechtmässigenGemahlinn vergnügen wollte. Dißveranlaßte Heinrich, die Eheschei-düng ernstlich zu suchen; und als sol-che bey dem Pabst nicht erfolgenwollte, weil sich der Kayser der Kö-niginn annahm, kündigte er endlichdem Pabst den Gehorsam gar auf,erklärte sich selber vor das Oberhauptder englischen Kirche, die übrigensdie Lehrsätze der römischen Kirchedanials noch beybehielt, und ließsich durch seine Bischöffe denMay Is;z. von Catharina scheiden.Die Königinn ertrug diß Schicksal,zu dessen Abwendung sie alle Mittelvergeblich angewandt, mit grosserStandhastigkeit, und begab sichnach Ampthil in Bedfortshire, wosie sich, des königlichen Verbots un-geachtet, immer als Königinn auf-führte, bis sie den 8 . Jan. >r; 6 .starb. Sie war eine gelehrte Dame,und schrieb: karaplnasm in?lalmoser I^smenraliones peccacoris. Die
Prinzessinn Maria, die der Königmit ihr gezeugt, bestieg nach Eduardvi. den englischen Thron.
Lacharina von Medicis, Königinnin Frankreich, war Herzogs Lauren-tius zu Floren; Tochter, gebohren151 Im October ir;; - wardsie an KönigS Franz I. zweyten SohnHeinrich vermählt, in welcher Ehesie die zehen erste Jahre unfruchtbarwar, daher sie bey der französischenNation in keine grosse Achtung kam,bis sie ls^;. Franz II - gebahr.Man beschuldigte sie überdiß einiges
Antheils an dem frühzeitigen Tod detDauphins, altern Bruders von ih-rem Gemahl, der >r;6. gestorben.AIS Heinrich II. 1547. zur Regie-rung kam, wurde sie 1549- i»r Kö-niginn gekrönt, und von ihm, als!er isfr. in Deutschland zog, zurRegenlinn erklärt. Nachdem ihrGemahl issy. umgebracht worden,war ihre einige Bemühung, immereinen Theil an der Regierung zu be,halten. Zu diesem Ende suchte siedie Partheyen im Königreich aufdaS sorgfältigste zu unterhalten, undje nachdem ihre Absichten eS erfor-derten, bald diese, bald jene zu un-terstützen. Unter der Regierung ih-rer Söhne hatte sie bald mehr baldweniger Antheil an der Regierung,doch niemals so viel, als ihre Herrsch-sucht verlangte. An der parisischenBluthochzeit hat sie meisterlich gear-beitet , so daß man ihr allein zu-schreibt, daß der König ihr Lohn,der bisher zweifelhaft gewesen, end-lich seine Einwilligung dazu gegeben.Unter Heinrich III, den sie anfangsunumschränkt regierte, fiel ihre Ge-walt nach und nach, bis sie endlichnach Ermordung derer von Guise,die ihre rechte Hand waren, den f.Jan. 1589. starb. Sie war dieGemahlinn, Mutter und Schwie-germutter fünf auf einander folgen-der Könige in Frankreich. Diefranzösische Geschichtschreiber geden-ken ihrer nicht zum rühmlichsten, undlegen ihr nicht nur die damaligenVerwirrungen des Reichs, sondernauch die Einführung schlimmererSitten und mancher italiänischenKünste zur Last. Von magischenKünsten soll sie viel gehalten, undimmer dergleichen Leute um sich ge-habt haben. Ob sie aber einen so-genannten Talisman oder magischeMedaille besessen, und sich von ei-nem Zauberer alle Könige von Frank-reich in einein Zauberkreise, oder