Band 
[Erster Theil.]
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nach andern in einem Zauberspiegel ,habe zeigen lassen , davon lese manden Prosper Marchaud in seinemviÄionnsire, nach welchem so wohlj eines als das andere auf sehr seichtenund üdelgegründeten Muthmassun-grn beruht.

Cacharinus, (Ambros.) ein berühm»ter katholischer Gottesgelehrter desXVI. Jahrhunderts, gebohren >487.zu Siena, hieß eigentlich Lance»lor polirt, studirte und lehrte umter diesem Nahmen die Rechte bisin sein zostes Jahr, da er is>7-juFloren; den Dominicanerorden an-nahm. Er legte sich daraus mitgrossem Fleiß auf die Gottesgelahr-heit, brachte aber in seinen Schrif-ten öfters solche Lehrsätze an, dieden andern nicht gefielen, daher erselbst bey seinem Orden verhaßt wor-den. 1545. nahm ihn der Cardinaldel Monte, nachmaliger Pabst JuliusHI. als seinen Theologus mit aufdas Concilium zu Trident. 1547-erhielt er das Bisthum Minori inNeapel, und issi. dasErzbisthumConza. Er starb zu Neapel den 8 .Nov. , ss;. Catharinus hat sehr

viel geschrieben, und ist nebst andernPuncten, besonders auch in der Ma-terie 6 e Imemione Mnittri bey Ad-ministrirung der Sacramente vondem Lehrbegris seiner Kirche abge-gangen.

Catilina, ( Luc. Sergius ) ein Rö-mer, aus einem edlen Geschlechte,und von vortreflichen Gaben. Nach-dem er aller sein Vermögen durchseine Wollüste und Auöschweiffungendmchqebracht hatte, faßte er denverzweifelten Entschluß, die Re-publick umzustürzen, den Senat auf-zuheben, den öffentlichen Schatz hin-»vegzunehmen, die Stadt in Brandzustecken, und sich zum Herrn vonItalien zu machen. Solches insWerk zu setzen, nahm er viele jungeRömer aus den vornehmsten Ge,

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schlechtem, die in gleichen Umstün-den mit ihm waren, in seine Ver-schwörung , und gab ihnen, wie ei-nige schreiben, Menschenblut zurVersieglung ihrer Verbindung zutrinken. Allein als Fnlvia, eine lu-stige Schwester, solchen Anschlag vonihrem Liebhaber, so unter den Ver,schwornen war, im Vertrauen er-fuhr, entdeckte sie ihn sogleich demCicero, der eben Bürgermeister war.Cicero beschuldigte und überwies denCatilina im öffentlichen Rath, wel-cher darauf kimveggieng, und nochmit der Drohung Abschied nahm,er wolle das Feuer, woreinman ihn stürbe/ durch dieRuinen von Rom ersticken.Catilina setzte sich wirklich an dieSpitze etlicher tausend zusammenge-brachter Soldaten, und wehrte sichgegen den Petrcjus, des andernBürgermeisters C. Antonius Legaten,mit »„gemeiner Tapferkeit, bis erendlich den sieg mit dem Leben ver-lohr, 6 r. I. v. C G. Catilinawar ehrgeitzig, und der grösten Un-ternehmungen fähig; daher aller«dinas die Republick alles von ibui zubefürchten gehabt, wann ihm nichtdie Wachsamkeit des Cicero vorge-kommen wäre. Noch vor demTreffen wurde Cethegus und andereMitverschworne auf Befehl desRaths gefangen genommen. Sal-lustius hat eine schöne Beschreibungvon dieser Verschwörung hinter lassen.

Lato, ( Marc. Portius) mit demBeynahmen Lensorius, einer derberühmtesten Römer, war zu Tu-sculum gebohren, und hielt sich auseinem seiner Landgüter in Sabinienauf, bis ihn Valerius Flarcus nachRom nahm, wo er im Jahr -oc-v.C.G. Tribunus MilitariS inSicilien , und hernach Luästor inAfrika unter dem Scipio wurde,den er hernsch vor dem Rath ange-