Band 
[Erster Theil.]
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klagt. Nach diesem wurde er Prä-tor, und verwaltete diß Amt mitvieler Gerechtigkeit. Er eroberteSardinien, regierte es mitungemei-oer Mäßigung, und erwarb sich da«durch die Bürgermeisterliche Würde.AIs Tribun legte er in Syrien vor-tägliche Proben seiner Tapferkeitgegen Antiochus den Grossen ab.Nach seiner Rückkunft ward er Cen-sor, und fährte , diß wichtige Amtmit solcher Strenge und Aufrichtig-keit, daß es ihm als ein Beynahmebeständig geblieben. Noch in seinemrosten Jahr klagte er den Galbaöffentlich an ; mußte aber hinwie-rum geschehen lassen, daß man ihnbis in 4«>mal anklagte, wiewohl erallezeit zu seiner grasten Ehre losge-sprochen worden. Er rieth haupt-sächlich zum dritten punischen Krieg,und gab im Senat seine Stimmeimmer aus die gänzliche Zerstörungder Stadt Carthago. Er starb um148. I. v. C. G. in seinem 86stenJahr. Mit seiner zweyten Gemah-linn Salonia, die in seinem Hausegebohren war, zeugte er einen Sohn,der auch Censor worden, und sichunter Paulus Aemilius im Makedo-nischen Krieg hervorgethan hat,darneben auch ein berühmter Rechts-gelehrter gewesen ist. Cato war,nach dem Zeugniß deS Cicero, einvortreflicher Redner, vollkommenerRathsherr, und grosser General.Er lernte noch in seinem Alter dasGriechische, welches damals zu Romin Gang zu kommen anfieng, undpflegte gemeiniglich drey Dinge zubereuen, daß er einen Tag hinge-bracht , ohne etwas darin» zu ler-nen; sein Geheimniß seiner Frauvertraut, und eine Reise zu Wassergemacht habe, die er hätte zu Landthun können. Er hat vieles geschrie-ben , wovon aber nur noch äsaulrura und einige kragmencs vonandern übrig sind. Man hat ihm

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gewisse moralische Disticha zuge-schrieben , die aber keineswegs vonihm, sondern von einem unbekann-ten Verfasser sind, der ihnen bloß,wegen der enthaltenen Sittenlehren,des Cato Nahmen vorgesetzt hat.

Cato, ( M. Porcius) von dem Örtseines Tods Uricensis genannt,des vorhergehenden Urenkel, wurdebey seiner Mutter Bruder Liviu«Drusus erzogen, und äusserte vonseiner Kindheit an eine grosse Herz-hastigkeit, so daß er in seinem,4tenJahr schon einen Degen verlangte,um den Tyrannen Sulla umzubrin-gen. Cato liebte die Weltiveikheit,und hielt sich zur stoischen Sekte.In dieser Schule lernte er dieGroß-muth, die aus allen seinen Handlun-gen hervorgeleuchtet Seinen erstenFeldzug that er wider die Knechte,welche sich 7;. I. v. CG- unterdem Spartakus empörten, und er-hielt kurz hernach in Macedonjen dieBesehlshaberschaftüber >000. Mannzu Fuß. Nach seiner Rückkunftwurde erQuästor, und hielt um dieWürbe eines Tribuns an, nur da-mit sie nicht ein anderer von schlech-ter Gemüthsart und Aufführung er-hielt. Bey der Verschwörung desCatilina stund er dem Cicero nachVermögen bey, und war im Rathimmer dem Cäsar entgegen, AISsie einsmal in öffentlichem Senat inhestigen Wortwechsel geriethen, undCäsarn ein Brieschen überbrachtwurde, welches vielen verdächtigschiene, und daher öffentlich gelesenwerden sollte, gab es Cäsar deinCato- Dieser fand, daß es ein Lie-besbriefchen von seiner SchwesterServilia an den Cäsar war, woraufer es ihm mit den Worten:Nimms Trunkenbold, wiederzustellte. Die Feinde des Catobrachten zuwege, daß er die InselCypern in Besitz nehmen mußte, dieman dem König Ptolomäus unrecht»