»557 Ga
stuls AIs die Regierung und Kämemer nach Magdeburg verlegt wur-de , folgte er ihr dahin nach, undwurde 7,6. Kanimerrnlh Nach,gehen?« schickte man ihn nach Eleve,um die dasigen Domainensachen inOrdnung zu bringen Im Jahr,7-'. wu 'e er jum ordentlichenRechtrledrer zu Halle ernennt, zu-gleich als Kriegs, und Domainen-rarh in die angelegte Salz« undBcrgwerksdeputatiougesetzt, ryr/.zur neuerrichteten oecooomischenProfession beruffen, und zugleichzum geheiirrbden Rath erklärt, wor,auf er den rr. Nov. -74s. gestorben.Unter seinen Schriften sind krsele.Äiones nä Lnä. sullin. ejrisgue ri-eulos , qui in äigeliis non conri-nenmr ; LeleÄoe observariones ko-renle« ; Einleitung zu den vecono-mischen , politischen und Kamera!«Wissenschaften.
Galion, (Joh. von) Marschall vonFrankreich und Statthalter der fran-zösischen Niederlande, einer der grö-st-n Feldherrn des XVII. Jahrhun.dertS, warben -o.Aug. 1609. aus«inen, alten adelichen Haus inBearngebohren, aus welchem viele ver-diente Männer entsprossen. Nach-dem er sich Anfangs in Piemont her-vorgethan , trat er in die Dienst«des grossen Gustav« aus Schweden.Er erwiest seine Tapferkeit bey vie-len Belagerungen, und trug viele-zum Sieg bey Leipzig bey. Nach-dem Gustav >6z,. bey Lntzen umge-kommen, kehrte Gassion mit seinemRegiment nach Frankreich zurück.Er stieß damit zur Armee des Mar-schalls de la Force in Lothringen,zeigte sich bey vielen Treffen und Be,lagerungen auf das rühmlichste, be-sonders in der Schlacht bey Rocroi,wo der Herzog von Enguien die Eh-re d«S Siegs öffentlich mit ihm theil,te. Im Jahr 164). ward Gaffwuzum Marschall von Frankreich ge-
Ga -558
macht, und diente das folgende Jahrals Generallieutenant unter dem Her-zog Gasto von Orleans in Flandern.Er starb zu Arras den ».Oct.1647.an einer Wunde, die er in der Be-lagerung Lens empfangen, und wur-de , weil er reformirter Religionwar, in der Kirche zu Charenton be-graben.
Gasts, (Joh. Baptist«) Herzog vonOrleans, Heinrichs IV. jüngererSohn und Ludwigs XIII. Bruder,war zu Fontainebleau den ,f. Apr.i6oz. gebohrea. Er war einigeZeit Befehlshaber der Armee, wei-che Rocheke,6,8 belagerte, undhernach , 6;6. in der Picardie. Sei-ne Anhänger bewogen ihn je und je,Merkmale seines Mißvergnügens anTag zu legen, und sich unter derRegierung des Richelieu und Mora-lin etliche male von Hof zu entfer-nen. Unter Ludwigs XIV. Minder-jährigkeit war er GenerallieutenantdeS Königreichs, und führte 1644.und 1645. die Armeen i» den Nie-derlanden an. Er starb zu VIoisden , Febr. >66o.
Gataker (Thomas) ein berühmterenglischer CriticuS und Gottesgelchr-ter, gebohren zu Londen den 4. Sept.
1574. aus einem alten Geschlecht derProvinz Schrewsbury, studirte zuCambridge, und nahm daselbst dieMagisterwnrde an. Der Graf vonManchester irug ihm die Aufsicht überdas Collegium Trinitatis zu Cam-bridge aus; er schlug eS aber aus,um sich gänzlich dem Studiren zuüberlassen. Allein sein HauS selbersah einem Collegio ähnlich, worin-neu viele junge englische Edelleuteund Fremden bey ihm wohnten, umsich seinen Unterricht zu Nutzen zumachen. Da seine Redlichkeit ebenso groß war als seine Wissen schift,so wurde er von jedermann geliebet.Er starb zu Londen den »7. Juri->654. Seine voroehmste Schriften