Band 
Zweyter Theil.
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Gs 1620

Glaber, (Rudolph) ein berühmterBenedictinermönch des XI. Jahr-hunderts, von dem man eine Histo-rie von Frankreich, die von 900. bis1045. geht, und eineLebensbeschrei,bung von Wilhelm, Abten zu Dt.Benignus zu Dijon hat.

Glanäus, (Jod. EdzardO s- Edrzardr.

Glandorp, (Matthias) ein berühm-ter Arzt des XVII. Jahrhunderts,gebühren zu Cölln >597. studirte inseiner KeburtSstadt und zu Padua,wo er Doctor wurde, trieb hernachdie Arzneykunst rühmlich zu Bremen,ward Leibarzt des dortigen Erzbi-schofs und Herzogs zu Holstein, undstarb um 164». Seine Schriftensind zu Londen 17,9. unterm Titel:(Asnäorxii Opern nmnir wieder aus-gelegt worden. Johann Ginn,dorp, ein Philologus und Criticus,starb zu Hervorden 1564. Er warProfessor der Grschichtkunde zuMarpurg gewesen, hatte aber dieStadt wegen einer Satyre räumenmüssen. Er hat unterschiedliches ge-schrieben.

Glanviil, (Joseph) ein witziger undgelehrter englischer Schriftsteller, ge-bühren zu Plymouth >6; 6. wurde zuOxford erzogen. Er war ein gros-ser Verehrer des Barters, und er-warb sich durch sein Werk die Eitel,keir zu dogniarifircn, einen Platzbey der königl. Societät. Glanviilward hierauf Kaplan bey König CarlII. und Canonicus zu Worrester,und starb im Jahr 1680. Seineübrige Schriften sind: I.nx oriema-lis; Lceptis tcienriücs; Uliüoio-xliia pir ; Laääucilmus rriumplia-rus, oder von Hexen und Hexe,reyen; plus ulrra, erc. Er warei» grosser Widersacher der Aristote-lischen Wellweisheit

Glaphyra, des Archelaus, Groß-priesters der Bellona zu Comana in

Cappadocien, Gemahlinn , hat sichdurch ihre Schönheit und durch ihrenUmgang mit Marcus Antonius be-kannt gemacht. Sie erhielt von die-sem Feldherrn das Königreich Cap-padocien vor ihre beyde -söhne Si-sinna und Archelaus, mit Ausschlußdes AriaratheS.

Glaphyra, der vorhergehenden En-kelinn und Königs Archelaus in Cap-padocien Tochter, heyrathete Ale-xander , des Herodes und der Ma-rianne Sohn. Sie brachte die Un-einigkeit in die herodianische Familie,und verursachte durch ihren Stolz ih-res Gemahls Tod. Nachdem He-rodes den Alexander hinrichten las-sen, schickte er die Glaphyra wieder !zu ihrem Vater Archelaus, behielt >aber die zwey Söhne, die sie ihrem jGemahl gebohren, bey sich- Nach jdes Josephur Bericht hat sie sich wie-der an den lybischen König Juba !vermählt, so aber nicht gewiß ist. ^Wie dem seyn mag , so gewann sie lnachgehende des Herodes Sohn Ar-chelaus so lieb, baß er seine Gemah- >linn verstieß, um sie zu heyrathen. !Glaphyra aber starb einige Zeit nach idieser dritten Heyrath; die zwey Söh- !ne, die sie von ihrem ersten Gemahl !Alexander gehabt, verliessen die jü- !bische Religion , und begaben sich zu sihrem mütterlichen Großvater Ar- ,chelaus, der vor sie sorgte. Der«- !ne hieß Alexander und der andre Ti- saranes. ,

Glasslus, (Salomon) ein lutherischerGottesgelehricr, gebühren zu Son-dershausen den ro. May 1x9;. stu-dirie zu Jena und Wttenderg, warAnfangs willens, sich den Rechten zuwidmen, ergrief aber nachqehendsdie Gottesgelahrhcit, wiewohl er sichweder im Disputircn noch Predigenwollte hören lassen, bis er es endlichdurch stetiges Einreden eines gutenFreunds gewagt Im Jahr 1617.ward er zu Jena Magister. Hier-