Band 
Zweyter Theil.
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meister ab, kairi, als Secretar j»mHerzog von Bmillon, verlohr aberdiese Dienste bald wieder, weil ersich in das Hofleben nicht schickenkonnte. >604. wurde er Hofmei-ster des Freyhmn von Hodensar,hielt sich bald da bald dort auf, undgierig 1606. nach Frankfurt, wo ersich mitCorrigiren und Bücherschrei-ben ernährte. Er suchte an verschie-denen Höfen Dienste; konnte abernirgends ankommen, und bekam nochüberdiß am Scroppius, Grctfer,Lipsius und Scribanius heftige Geg-ner. Er soll einmal aus Armuth9. ganze Tage ohne einen warmenBissen zugebracht, und indessen mitzwey Laib Brod, die er von einemBürger entlehnt, und frischem Was-ser vorlieb genommen haben. 16 > i.trat er in Weimarische Dienste; zer-fiel aber auch wieder mit diesemHaus. > 6, s. gab ihm der Land-graf von Hessen ein Gehalt, mit derBedingung die Hessische Historie zuschreiben, und in eben diesem Jahrkain er auch in Gräflich- Schaum-burgische Dienste. Er suchte aberl6rs. seine Entlassung selber wieder,und zog aufs neue nach Frankfurt.16,7. wurde er Kayserlicher undTrierischer Ratb, gieng i6rz. nachTrier, und wurde au das Kammer-gericht nach Sveyr geschickt. End-lich bediente sich der Landgraf vonHessen seiner, und berufte ihn nachGiessen, wo er gestorben. Erhat sehr viel geschrieben, und vieleranderer Schriften gesammelt undherausgegeben Eines seiner vor-nehmsten ist: lVlcmarcliiL 8. R.. Im-perii in ;. Folianten.

Goldnianii, (Nicol.) hat sich durchverschiedene vortrcfliche Schriftenvon der Baukunst berühmt gemacht.Er war i6r?. zu Breßlau ge«bohren, und starb zu Leiden 166s.

Golius, (Jac.) ein berühmtcrPro«fessor der arabischen Sprache zu Lei«

den, war in den morgenländischeaSprachen einer der gelehrtesten Män-ner seinesJahrhunderts, und 1596.im Haag gebohren. Er war desThomas Erpenius Schüler, undfolgte seinem Lehrmeister 16,4. Erverstand auch die Malhematick, undlehrte sie neben den morgenländischeaSprachen. Goüus reisete nachAfrica und Asien , und setzte sichbeym Kayser von Marocco und beyden Türken in grosse Hochachtung.Er starb zu Leiden den r«. Sept.1667. Man hat von ihm: l.exi-con ^rabico-Hinum; Llmscinlbiibniism 8ar3cenicLii: cmn «vkis;VltLm l'smei'l!»,!« ; HltrsALni LIs-inenca ^idronomica mit gelehrtenAnmerkungen, rc.

Solrs, (Heinrich) oder Goltsius,ein berühmter Kupferstecher, geboh«ren zu Mühlbracht im HerzogthumJülich issb, starb 16,7. SeineStiche werden von Kennern sehr hochgehalten.

Goltz, (Hubert) ein vortreflicherAnliquakius, gebivhren zu Venloden ;o. Oct. ,5-6, reisete durchFrankreich, Deutschland und Ita-lien , besähe die schönste Antiquita-tensammluagen, und wurde römi-scher Bürger. Die Kenntniß derJnscriptioiien, Gemählde, Mün-zen und anderer Alterthümer ver-schalte ihm eine grosse Wissenschaftin den Geschichten. Er starb zuBrügge den 14. Merz >rz;. Erbat vieles geschrieben. Seine Wer-ke sind 1708- zu Antwerpen in s.Folianten wieder aufgelegt worden.

Goniarus, (Franz) ein berühmterGottesgelehrter, gebohren zu Brüggeden ;c>. Jan. 176), hörte Johann'Stürmern, Witaker und Rainolden,und wurde 1594. Professor derGot«tesqelahrhcit zu Leiden. Er bekamaber mit seinem Collega, Jacob Ar-minius, wegen der Gnadenwahlgrosse Strittigkeiten , und als er

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