Band 
Zweyter Theil.
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lassung bat. Er erhielt sie endlichwiewohl ungern, wollte nach Hollandzurück, wurde aber Unterwege krank,und starb zu Rostock den 28. Aug.164s. Gleichwie Grotins in allenWissenschaften zu Haus war, so hatman auch viele und mancherley vor«trefiiche Schriften von ihm Dievornehmsten sind: cle Me Delli ecpacis; cle veritsre R.elitzioms ckri-ttianT; ^nnorariones in 8.8. Vec.er dtovi leck. welche Calov seinenLibliis illuürrris einverleibt , undwo es nöthig widerlegt hat; üiarsl.iberum; cls Imperio iummarumxoreckarum circa 8aciL; banales erNiUoriL belgicse ; sehr viele Brieseund viel anders mehr. Seine ge-summten Opera rlieoloxica sind1679. zu Amsterdam und 17;»- ruDasei in 4. Folianten gedruckt wor-den. 1752. kam zu Paris in zweyDnodezbanden heraus: VieäeOro-tius, avec I'Iiickoire äs fes ouvrr-xes er äes nexoriarions, auxguellesil für emplo^e; prr I^Ir. äe Kurj-xny. Sein Sohn Petrus Grs-tius war einer der geschicktestenStaatsbedienten der Republick Hol-land, und Gesandter in Frankreichund Schweden, und hat gleichfallseiniges geschrieben.

Grocius, (Wilhelm) des vorherge-henden Bruder, gebühren zu Oelstden -o. Febr. l sy7, wurde bey denGrafen zu Hohenlohe Rath, undSen or der Remonstrantischen Ge-meinde im Haag, und starb den -2.Merz 166-. Er schrieb Lncbiri-clion äe krincipiis fmis naruralis ;sus ALinmm, und anderes.

Vrurer, (Janus oder Johann) einberühmter Philologus und einer derarbeitsamsten Schriftsteller des xvil.Jahrhunderts, gebohren;u Antwer-pen den Dec. 1560. von JohannGaultier , Bürgermeister dieserStadt. Weil aber seine Eltern ausder Stadt verwiesen wurden, so

Gr 1720

nahmen sie ihn mit sich nach Engel-land. Seine Mutter CatharinaTishem, eine gebohrue Engellände-rinn, und eine der gelehrtesten Frauenihrer Zeit, war seine erste Lehrmei-sterinn, worauf sie ihn nach Cam-bridge schickte. Nachdem er hier-aus schone Reisen gemacht, wurdeer Professor der Geschichtkunde zuWittrnberg, wo er aber wegen ver-weigerter Annahme des Concordien-buchs abgedankt wurde, worauf ereine Zeitlang zu Rostock lehrte, biser eine Profession und 1602. auchdas Bibliothecariat zu Heidelbergerhielt. Er starb bey seinem Toch-termann, eine Meile von dieser letz-ten Stadt den ro.Sept. 1627. Erhatte eine prächtige Bibliotheck , soaber >622. auch geplündert worden.Man hat viele Schriften von ihm,die vornehmste sind: ibeüurus 5 .Corpus Inlcriptionum in 4 Folian-ten; Ikelaurus Orirlcus, velici«xoersrum Os»oruM, Icnlorum erLelgai'um, elc. Die Venclianerboten ihm einmal -r-oo. DucakenBesoldung an, wann er nach Paduagehen wollte; er blieb aber lieber zuHeidelberg.

Gryllus, des berühmten LenophonsSohn, wurde zwar im Treffen beyMantinea ;6). J.v. C.G. tödtlichverwundet; raste sich aber doch nochauf, und brachte dem ThedanischenFeldherrn Epaminondas noch einentödtlichen Stoß bey, worauf er baldstarb. Als Xenophon die Nachrichtvon seinem Tod über den Opfernempfieng, nahm er den Blumen«kränz, den er aufhatte, vom Kopsherab, setzte ihn aber sogleich wie-der auf, als er hörte, daß seinSohn den Anführer der Thebaner,noch ehe er gestorben, erlegt habe,und sprach: der Tod seines Soh-nes verdiene vielmehr Aeusse-rungen der Freude als derTrauer und des Mirleidens.

Grynäue,